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Ribery und Co. wurden Übersee freudig empfangen © APA (epa)

Die Skepsis der französischen Fans vor der Fußball-WM in Südafrika wird in den Überseegebieten der "Grande Nation" offenbar

Die Skepsis der französischen Fans vor der Fußball-WM in Südafrika wird in den Überseegebieten der "Grande Nation" offenbar nicht geteilt. Den Spielern des Vize-Weltmeisters wurde am Dienstag auf der Insel La Reunion im Indischen Ozean ein triumphaler Empfang bereitet. Mehr als tausend Menschen jubelten den Profis beim Ausstieg aus dem Flugzeug in Saint-Pierre zu.

Auch die Vertreter lokaler Medien konnten ihre Freude kaum verbergen. Die "Bleus" hätten auf der 800.000-Einwohner-Insel eine "nie dagewesene Welle der Begeisterung ausgelöst", berichtete der französische Radiosender "RMC". Die Menschen seien aus allen Ecken der Insel nach Saint-Pierre gekommen.

Noch auf dem Flughafen Pierrefonds mussten vor allem Franck Ribery, Thierry Henry und Florent Malouda nach Angaben begleitender Medien minutenlang geduldig Autogramme schreiben. "Wenn die Spieler wissen, dass die Leute sie lieben und unterstützen, dann werden sie sehr stark motiviert", sagte Teamchef Raymond Domenech.

Die "Equipe Tricolore" wird am Freitag auf La Reunion gegen China ihr drittes und letztes Testspiel vor dem WM-Start gegen Uruguay am 11. Juni bestreiten. Bisher gab es ein 2:1 gegen Costa Rica in Lens sowie ein 1:1 in Tunesien. Wie groß die Begeisterung auf La Reunion ist, bewies der Vorverkauf für die Begegnung. "In zwei Stunden haben wir 4.000 Karten verkauft", sagte Paul Caro, der Chef der regionalen Tourismusbehörde.

Die Fans hätten in langen Schlangen vor den Vorverkaufsstellen übernachtet, sagte Caro. "Manche haben zwölf Stunden gewartet, um Karten kaufen zu können. Wir hätten 100.000 Tickets verkaufen können", so der Tourismuschef. Die Arena der Begegnung gegen China, das Stade Michel-Volnay, fasst allerdings nur 16.000 Zuschauer.

Auch das für Mittwoch angesetzte erste Training der Franzosen wollen die Fans nicht verpassen. "Wir haben den französischen Verband gebeten, auf dem Gelände eine zusätzliche Tribüne für bis zu 1.500 Schulkinder aufzustellen. Bisher gibt es nur Platz für 2.500 Menschen", sagte Saint-Pierre-Bürgermeister Michel Fontaine. La Reunion werde Frankreich Glück bringen, beteuerte der Politiker.

Am Samstag fliegen die Franzosen von La Reunion nach Südafrika weiter. Dort beziehen sie in Knysna, einer Stadt an der Garden Route in der Westkap-Provinz, Quartier. Neben Uruguay trifft Frankreich in der Gruppe A auf Mexiko und Gastgeber Südafrika.

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