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Bester Torschütze der "Equipe Tricolore" © APA (epa/Archiv)

Vom Kapitän und Star zum "Notnagel": Der französische Nationalstürmer Thierry Henry hat Medienberichte bestätigt, wonach er

Vom Kapitän und Star zum "Notnagel": Der französische Nationalstürmer Thierry Henry hat Medienberichte bestätigt, wonach er bei der Fußball-WM in Südafrika vorerst auf der Ersatzbank wird Platz nehmen müssen. Nationaltrainer Raymond Domenech habe ihm die Nachricht vor Wochen bei einem Besuch in Spanien mitgeteilt, sagte der Barcelona-Profi am Mittwoch auf der Insel La Reunion.

"Ja, er (Domenech) hat mir gesagt, dass ich bei den Testspielen nicht von Anfang an dabei sein würde, weil er das Stammteam für die WM trainieren wollte", erklärte der 32-Jährige. Mit 51 Toren in 120 Länderspielen ist Henry bester Torschütze in der Geschichte der "Equipe Tricolore". Er ist zudem der einzige "Überlebende" der Weltmeisterelf von 1998.

Auf seiner ersten Pressekonferenz seit Beginn der WM-Vorbereitung dementierte Henry allerdings ein angebliches "Abkommen" zwischen ihm und Domenech. Der TV-Sender "Canal+" hatte berichtet, Domenech habe Henry mit einem Ausschluss aus dem WM-Kader gedroht, falls der Spieler den Status eines Auswechselspielers nicht akzeptieren sollte. Für Domenech sei Henry "Spieler Nummer 23", hieß es. "Es hat überhaupt keine Forderungen (seitens Domenech) gegeben", beteuerte Henry.

Domenech hatte die Probleme im Zusammenspiel zwischen Alt und Jung als einen der Hauptgründe für das Fiasko bei der EM 2008 angegeben. Damals war Frankreich als Gruppenletzter schon in der Vorrunde ausgeschieden. Domenech hatte im Mai bei der Berufung des vorläufigen Kaders bereits für Erstaunen gesorgt, als er auf Routinier Patrick Vieira (33) von Manchester City verzichtete.

Den Status des Wechselspielers will Henry ohne Groll annehmen. "Ich mache normal weiter, trainiere, lebe und rede Mist, ganz normal. Der Einsatz ist derselbe. Ich habe die Rolle eines jungen Spielers eingenommen, der die Farben seines Landes verteidigen wird", versicherte er. Der Trainer bevorzuge Nicolas Anelka, und das müsse man respektieren. Bei Barcelona sei er in der zweiten Saisonhälfte ja auch auf die Bank verdrängt worden.

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