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27.000 Euro soll er an Drogendealer bezahlt haben © APA (Archiv/epa)

Die brasilianischen Justizbehörden verdächtigen Stürmer Adriano, Geldgeschäfte mit Drogendealern gemacht zu haben. "Es gibt

Die brasilianischen Justizbehörden verdächtigen Stürmer Adriano, Geldgeschäfte mit Drogendealern gemacht zu haben. "Es gibt starke Indizien, dass er Geld an den Drogenhändler Fabiano Atanasio da Silva weitergegeben hat", teilte die Staatsanwaltschaft in Rio de Janeiro am Mittwochabend nach einer zweistündigen Anhörung Adrianos mit.

Da Silva, auch als "FB" bekannt, ist ein Anführer der Drogenbande "Comando Vermelho" (Rotes Kommando), deren schwer bewaffnete Mitglieder in Rio zahlreiche Favelas (Armenviertel) kontrollieren. Staatsanwalt Alexandre Themistocles unterstützte einen Antrag der ermittelnden Polizei zur Aufhebung des Bankgeheimnisses über Adrianos Konten sowie eine Überprüfung seiner Telefonverbindungen. In der Anhörung, zu der Adriano als Zeuge mit seinem Anwalt kam, sei der 28-Jährige zu seinem Verhältnis zum "Comando Vermelho" und dem Drogenhändler "FB" befragt worden. Die Ermittler prüfen, ob Adriano dem Kriminellen einen Beitrag von 60.000 Reais (fast 27.000 Euro) übergab. Nach Medienberichten wird "FB" auch wegen des Abschusses eines Polizeihubschraubers in einer Favela gesucht, bei dem 2009 drei Beamte ums Leben kamen.

Adriano hatte bis vor kurzem bei Flamengo Rio de Janeiro gespielt und will in den nächsten Tagen bei der AS Roma einen Vertrag unterschreiben. Der "Imperador" (Herrscher), wie ihn seine Fans nennen, stammt selbst aus der Favela Vila Cruzeiro in Rio, wo er noch viele Freunde und Bekannte hat. Adriano war in dieser Woche erneut in die Schlagzeilen geraten, weil er auf einem Foto mit einer Maschinenpistole posierte. Unklar ist, ob die Waffe echt war. Im März wurde er von der Polizei zu Vorwürfen befragt, wonach er der Mutter eines anderen Drogenhändlers ein Motorrad geschenkt haben soll.

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