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Wurde in seinem Amt bestätigt © APA (Archiv/Techt)

Der Schweizer Gian Franco Kasper bleibt für weitere vier Jahre Präsident des Internationalen Skiverbandes. Der 66-Jährige, der

Der Schweizer Gian Franco Kasper bleibt für weitere vier Jahre Präsident des Internationalen Skiverbandes. Der 66-Jährige, der der FIS seit 1998 vorsteht, wurde am Freitag auf dem FIS-Kongress in Antalya in seinem Amt bestätigt. Er hatte sich als einziger Kandidat zur Wahl gestellt.

Zudem wurde Peter Schröcksnadel, Präsident des Österreichischen Skiverbandes, nach zweijähriger Abwesenheit wieder in den 16-köpfigen FIS-Vorstand gewählt. Schröcksnadel, der 90 Stimmen erhielt, hatte dem wichtigsten FIS-Gremium von 2002 bis 2008 bereits sechs Jahre lang angehört, war danach aber zurückgetreten. Es gab insgesamt 26 Kandidaten, die sich für einen der 16 Sitze bewarben, die FIS-Vorstandsmitglieder wurden für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt. ÖSV-Finanzreferent Peter Mennel wurde in seinem Amt als FIS-Finanzprüfer für weitere zwei Jahre bestätigt.

Der russische Vertreter Leonid Tschagajew scheiterte mit seiner Wiederwahl ins wichtigste FIS-Gremium, er unterlag in der Stichwahl um den letzten Vorstandsplatz dem Australier Dean Gosper. Dieses Votum kann als Denkzettel der anderen in der FIS vertretenen Nationen verstanden werden. Bereits am Donnerstag hatte die FIS den russischen Verband wegen seiner laschen Anti-Doping-Politik mit einer Geldstrafe von umgerechnet 127.000 Euro belegt und die Entlassung einiger Trainer gefordert. Zudem soll eine neue Verbandsführung installiert werden, die den Anti-Doping-Kampf im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi ernsthaft angeht.

Insgesamt elf Dopingfälle wurden im vergangenen Jahr in den olympischen Winterdisziplinen Langlauf, Biathlon und Nordische Kombination bei den Russen verzeichnet, von 2006 bis 2009 waren insgesamt 31 Athleten positiv getestet worden. Pikantes Detail: Das Gros wurde bei Wettkampfkontrollen oder im Ausland erwischt, jedoch nie bei überraschenden Trainingskontrollen in Russland.

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