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Deutschlands WM-Schiedsrichter Wolfgang Stark © APA (dpa)

Die 28 Schiedsrichter-Gespanne für die Fußball-Weltmeisterschaft haben vom Weltverband FIFA ein Interview-Verbot verpasst

Die 28 Schiedsrichter-Gespanne für die Fußball-Weltmeisterschaft haben vom Weltverband FIFA ein Interview-Verbot verpasst bekommen. Eventuelle Interviews müssen bis zur Abreise zur Endrunde in Südafrika abgeschlossen sein. Das bestätigte Wolfgang Stark, der bei der WM gemeinsam mit seinen Assistenten Jan-Hendrik Salver und Mike Pickel das deutsche Unparteiischen-Gespann in Südafrika bilden wird.

Ab der Ankunft im WM-Land erhalten die Referees vom Weltverband FIFA keine Genehmigung mehr für Wortspenden in der Öffentlichkeit. Diese Vorgaben durch die FIFA sind jedoch unter anderem auch in der Champions League gang und gäbe. Während auch in der heimischen Bundesliga die Referees nach den Spielen zu umstrittenen Szenen befragt werden können, wird dies auf internationaler Ebene nicht gern gesehen. "Zu Spielsituationen dürfen wir generell nichts sagen", sagte Stark.

Damit scheint Starks Plan von einem WM-Tagebuch auf der Homepage des Bayrischen Fußball-Verbandes eher schwer umsetzbar zu sein. "Da muss ich vor Ort klären, ob das erlaubt ist", meinte Stark, der gerne seine Eindrücke von der WM niederschreiben würde.

Bis zum Eröffnungsspiel am 11. Juni zwischen Südafrika und Mexiko, das vom Usbeken Rawschan Irmatow geleitet wird, stehen für die WM-Schiedsrichter noch eine intensive Schulung mit Videoanalysen sowie diverse Trainingseinheiten auf dem Programm. Verantwortlich dafür sind die Spanier Jose Maria Garcia-Aranda als Leiter der FIFA-Schiedsrichter-Abteilung und Angel Maria Llona, der Vorsitzender der Schiedsrichter-Kommission des Weltverbandes ist.

Laut Stark wissen die Referees noch nicht, auf was sie bei der WM besonders achten und bei welchen Vergehen der Profis sie hart durchgreifen sollen. Die Schiedsrichter sind in der Nähe von Pretoria untergebracht. Einen Spieleinsatz hat jeder nominierte Unparteiische garantiert. Der Traum aller Referees ist natürlich das Finale. "Es wird für ihn eine Erinnerung werden, die ein ganzes Leben bleibt, weil das Ereignis so beeindruckend ist", erklärte der ehemalige italienische Star-Schiri Pierluigi Collina, der 2002 das WM-Finale zwischen Brasilien und Deutschland (2:0) leitete.

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