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Marlies Schild unter den fitten Athletinnen © APA (Archiv/Techt)

Mehr als Lazarett denn als fitte Sportgruppe präsentierten sich am Dienstag in der Therme Geinberg Österreichs alpine

Mehr als Lazarett denn als fitte Sportgruppe präsentierten sich am Dienstag in der Therme Geinberg Österreichs alpine Technik-Damen beim ersten Konditionskurs für den kommenden WM-Winter. Zu den uneingeschränkt beschwerdefreien Skirennläuferinnen zählen mit Marlies Schild und Nicole Hosp hingegen ausgerechnet zwei, die in der Vergangenheit stets Verletzungsprobleme gehabt hatten.

Geleitet wird das Training in Oberösterreich von Damenchef Herbert Mandl und dem neuen Konditionstrainer Hannes Zöchling. Zöchling ersetzt den zu den Herren abgewanderten Roland Brunner, ist dieser Tage aber genauso wichtig wie Physiotherapeutin Elisabeth Flatscher. Denn Michaela Kirchgasser (Krücken nach Kniearthroskopie), Eva-Maria Brem (Rehab nach Schien- und Wadenbeinbruch), Kathrin Zettel (entzündeter Schleimbeutel in der Hüfte) und Stephanie Köhle (Rückenprobleme/Gleitwirbel) benötigen derzeit mehr Hilfe von therapeutischer als von konditioneller Seite. Da passen das Training in der Lagunen-Therme Geinberg und das warme Sommerwetter ausgezeichnet.

Gut gelaunt wie schon lange nicht präsentierten sich hingegen die Aushängeschilder Hosp und Schild. Hosp ist nach ihrem Beinbruch vor über sieben Monaten in Sölden längst beschwerdefrei. Die Weltcup-Gesamtsiegerin von 2006/2007 und sechsfache Medaillengewinnerin trainierte auch schon wieder Riesentorlauf und hat sofort volles Vertrauen in ihr Bein gefunden.

Schild geht es nach ihrer schweren Beinverletzung vom Oktober 2008 und der sensationellen Comeback-Saison im Slalom so ausgezeichnet, dass sie im kommenden Winter auch wieder im Riesentorlauf angreifen will. Voraussetzung dafür ist aber natürlich gutes Sommertraining.

"Ich fühle mich jedenfalls sensationell", meinte die Salzburger Slalom-Königin, die wie Hosp die Weltmeisterschaften im März 2011 in Garmisch-Partenkirchen zum großen Ziel erklärt hat. Für Hosp ist es dies auch insofern eine besondere WM, weil die Tirolerin aus Bichlbach nur 30 Kilometer davon beheimatet ist.

Erst Mitte Juli geht es für die Technik-Damen im Mölltal wieder auf Ski, am 6. August dann zum Training nach Neuseeland. Die Speed-Damen heben schon am 31. Juli nach Argentinien ab.

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