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Der Wind als berechenbarer Faktor © APA (Archiv/Robert Parigger)

Die im Winter bei einigen Wettkämpfen getesteten neuen Regeln im Skispringen werden kommende Saison bei allen

Die im Winter bei einigen Wettkämpfen getesteten neuen Regeln im Skispringen werden kommende Saison bei allen Weltcup-Konkurrenzen und auch bei der WM in Oslo zur Anwendung kommen. Das wurde vom Internationalen Ski-Verband beim Kongress in Antalya einstimmig beschlossen. Das System ermöglicht die automatische Kompensation verschiedener Windstärken und Anlauflängen mit Hilfe mathematischer Formeln.

Wie FIS-Renndirektor Walter Hofer am Mittwoch gegenüber der APA erklärte, kommt es gegenüber der Testphase allerdings zu einer Änderung. Diese betrifft die Möglichkeit der Anlaufverkürzung während eines Durchganges, sie ist zukünftig an einen einstimmigen Jurybeschluss gebunden. Die Nordischen Kombinierer, welche bereits den gesamten Weltcupwinter mit dem Reglement gearbeitet haben, werden auch weiterhin mit den neuen Gate- und Windfaktoren springen.

Außerdem wurde beim FIS-Kongress auch die Vergrößerung von Skiflug-Schanzen ermöglicht. Durch die beschlossene Erweiterung der Höhendifferenz zwischen Schanzentisch und Auslauf von 130 auf 135 m sind künftig nach Schanzenumbauten größere Weiten erreichbar. In Vikersund (Norwegen) wird das neue Regelwerk beim Neubau der Schanze, die im Februar 2011 eröffnet wird, bereits miteinbezogen. Auch am Kulm in der Steiermark ist bis 2012 eine Adaption angedacht. Der Zeitplan und die Finanzierung sollen im Herbst abgeklärt werden.

Derzeit steht die "größte" Flugschanze in Planica, wo 2005 der gültige Weltrekord von 239 m aufgestellt wurde. Nach den Umbauten in Vikersund und am Kulm könnten aber auch dort Rekordweiten gesprungen werden.

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