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Sao Paulo muss finanzielle Garantien abgeben © APA (Archiv/epa)

Ausgerechnet der größten Stadt Brasiliens, Sao Paulo, droht das Aus für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Das örtliche

Ausgerechnet der größten Stadt Brasiliens, Sao Paulo, droht das Aus für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Das örtliche Exekutivkomitee muss bis Montag finanzielle Garantien abgeben, um die Sanierung des Morumbi-Stadions zu ermöglichen, wie es der Weltverband FIFA fordert. Dies erklärte Rodrigo Paiva, Pressesprecher der brasilianischen Nationalmannschaft und des WM-Organisationskomitees für 2014.

"Das Komitee von Sao Paulo hat eine Frist bis zum 14. Juni, um die finanziellen Garantien für den fünften Entwurf (der Sanierung) vorzuweisen, der endlich von der FIFA akzeptiert worden war", sagte Paiva. Ebenfalls am Mittwoch kündigte das Komitee in Sao Paulo an, am Montag das neue Stadionprojekt vorzustellen.

Nach brasilianischen Medienberichten wollen die Organisatoren einen abgespeckten Etat vorlegen und die Eröffnungsfeier zurückgeben. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) erwägt das WM-Organisationskomitee, dies abzulehnen und hat intern angekündigt, notfalls auf Sao Paulo als Spielort zu verzichten. Dabei gilt die Stadt mit 11 Millionen Einwohnern als Finanzmetropole Südamerikas.

Eigentlich hätten die erforderlichen Bauarbeiten an allen Stadien schon am 1. März beginnen sollen. Danach gab es eine "Galgenfrist" bis zum 3. Mai. Sowohl der Präsident des Nationalen Fußballverbandes CBF, Ricardo Teixeira, als auch Sportminister Orlando Silva Jr. hatten die säumigen Städte kritisiert und gedroht, dass der Status als WM-Austragungsort auch wieder entzogen werden könne. Die Zeit drängt: Bereits 2013 findet der Confederations Cup als WM-Probelauf statt. Dafür will die FIFA fünf der zwölf Stadien nutzen. Die Frist für das Ende der Bauarbeiten ist deshalb der 31. Dezember 2012.

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