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Konzert mit Shakira und vielen afrikanischen Stars © APA (epa)

WM-Premiere in Südafrika: Erstmals in der mehr als 100-jährigen Geschichte des Weltfußballverbandes (FIFA) hat eine rauschende

WM-Premiere in Südafrika: Erstmals in der mehr als 100-jährigen Geschichte des Weltfußballverbandes (FIFA) hat eine rauschende Party im Gastgeberland auf das Kicker-Großereignis eingestimmt. In Johannesburg versammelten sich am Donnerstagabend tausende Fähnchen schwingende Fans in buntem Outfit und ausgelassener Partystimmung in Sowetos Orlando-Stadion zur Ouvertüre für die 19. Weltmeisterschaft.

Eine Tanz- und Trommel-Performance leitete den Auftritt der heimischen Jazz-Legende Hugh Masekela ein, der sich wenig später mit Pop-Diva Lira die Bühne teilte. Beide begeisterten die Menge mit einer tempogeladenen Version von "Patta Patta" - einem Welthit, der zu Apartheidzeiten die vor kurzem verstorbene Musikerin Miriam Makeba weltbekannt gemacht hatte.

Anschließend traten Südafrikas Präsident Jacob Zuma und FIFA-Präsident Joseph Blatter vor die Menge. "Die FIFA ist sehr stolz, in Südafrika zu sein, und ich bin sehr glücklich, heute Abend in Soweto zu sein. Das ist der wahre Anstoß der WM", meinte Blatter. Zuma betonte, Südafrika sei nur die Bühne für eine afrikanische WM. "Afrika zeigt der Welt, dass es in der Lage ist, wie jede andere Region auch, mit jeder Herausforderung fertig zu werden", betonte Südafrikas Präsident.

Neben den internationalen Superstars Shakira und Alicia Keys standen vor allem afrikanische Musiker im Mittelpunkt des WM-Auftaktkonzerts. Dennoch hatte es im Vorfeld Proteste und Boykottaufrufe gegeben, weil nach Ansicht einiger Künstlergruppen zunächst eine zu geringe afrikanische Beteiligung vorgesehen war. Keys hatte vor dem Konzert gefordert, dass in Afrika die Aufklärung über die Immunschwäche-Krankheit Aids forciert werden müsse. Die schwangere US-Musikerin erklärte, sie sei aufgeregt und freue sich, bei dieser WM dabei sein zu können.

Die Veranstaltung fand nur wenige Kilometer vom Soccer-City-Stadion statt, in dem am Freitag nach einer feierlichen Eröffnungszeremonie mit rund 1.500 Tänzern die erste WM auf afrikanischem Boden angepfiffen werden soll. Nach dem Einbruch einer winterlichen Kaltfront, die am Donnerstag in den Höhenlagen des Landes auch erste Schneefälle mit sich brachte, haben sich viele Fans mit Decken, Mützen und Schals gegen die nächtliche Kühle im Stadion gewappnet.

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