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Ein Wayne Rooney war für England zu wenig © APA (epa)

Ex-Weltmeister England ist nur mit einem enttäuschenden 1:1-(1:1)-Remis gegen die USA in die 19. Fußball-WM in Südafrika

Ex-Weltmeister England ist nur mit einem enttäuschenden 1:1-(1:1)-Remis gegen die USA in die 19. Fußball-WM in Südafrika gestartet. Kapitän Steven Gerrard erzielte zwar am Samstagabend im Royal-Bafokeng-Stadion in Rustenburg bereits in Minute vier die Führung für die "Three Lions" im Auftaktspiel der Gruppe C, doch Clint Dempsey schlug noch vor der Pause zurück.

Dempsey gelang unter kräftiger Mithilfe von Englands Tormann Robert Green noch vor der Pause der nicht unverdiente Ausgleich für die Amerikaner (40.). Im zweiten Match dieser Gruppe treffen am Sonntag (13.30 Uhr) in Polokwane Algerien und Slowenien aufeinander.

Die Engländer erwischten einen Traumstart in die Partie: Nach einem Einwurf bediente Aston-Villa-Stürmer Emile Heskey seinen Kapitän Gerrard mit einem idealen Querpass - und der Liverpool-Spielmacher ließ US-Keeper Tim Howard keine Chance. Die Amerikaner steckten diesen frühen Schock gut weg, versteckten sich keineswegs und hatten in Minute 19 ihre erste Topmöglichkeit zum 1:1, als nach Flanke von Donovan sowohl Altidore als auch Dempsey den Ball knapp verpassten.

Aber in Minute 40 durften die US-Boys über den Ausgleich jubeln, wobei sie diesen in erster Linie Englands Schlussmann Green verdankten: Diesem rutschte nämlich zum Entsetzen von Teamchef Fabio Capello der Ball nach einem komplett harmlosen 20-m-Weitschuss von Dempsey über die Handschuhe, womit auf der Insel wieder einmal die Tormann-Diskussion entbrannte. Gleich nach der Auflage hatte Glen Johnson die erneute Führung für die Engländer auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Howard (41.).

Nach dem Wechsel drückte die Capello-Elf erfolglos auf das 2:1: Heskey scheiterte an Howard (52.), auch Schüsse von Frank Lampard und Shaun Wright-Phillips (75.) fielen zu zentral aus, wodurch der US-Goalie, der bei einem Weitschuss vom überaus bemühten Torjäger Wayne Rooney Glück hatte (75./daneben), jeweils problemlos zur Ecke klären konnte (63.). Und Johnson vergab aus guter Position kläglich (64./daneben).

Auf der Gegenseite gab es dagegen in Hälfte zwei nur noch eine gefährliche Situation, die es aber in sich hatte: Altidore scheiterte nach einem Solo aus kürzester Distanz an Green, der den Ball noch glücklich an die Stange lenkte (65.). Doch der peinliche Fehler des West-Ham-United-Tormanns in Hälfte eins kostete seine Mannschaft den angepeilten Auftaktsieg. Green wird sich deshalb von den britischen Medien heftige Kritik gefallen lassen müssen.

Die US-Amerikaner, die 1950 bei der WM in Brasilien einen sensationellen 1:0-Erfolg über die Engländer gefeiert hatten, schafften dagegen auch in ihrem zweiten WM-Spiel gegen das Mutterland des Fußballs einen Achtungserfolg. Das Team von Trainer Bob Bradley darf sich deshalb berechtigte Hoffnungen auf den angestrebten Achtelfinaleinzug machen.

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