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Rehhagel blickt wohl schon der Pension entgegen © APA (epa)

Otto Rehhagels heiß ersehntes WM-Debüt als Anfang vom Ende? Nach der peinlichen Premiere verharrte der 71-Jährige einsam und

Otto Rehhagels heiß ersehntes WM-Debüt als Anfang vom Ende? Nach der peinlichen Premiere verharrte der 71-Jährige einsam und verlassen am Spielfeldrand, während die Südkoreaner überschwänglich ihren 2:0-Sieg feierten. Mit konsterniertem Blick und einer leeren Flasche in der Hand stand Rehhagel da. Nun wird der älteste Trainer der WM-Geschichte unverhohlen zum Rücktritt aufgefordert.

Seine Altherren-Kicker hatten Fußball aus der Antike gezeigt - in Griechenland wird nun gespottet. Rehhagel wirkte in Port Elizabeth ungewohnt kleinlaut. Der am Vortag noch mit Belehrungen und Weisheiten um sich werfende Trainer-Oldie hatte mit den Spielern in der Kabine erst überhaupt nicht gesprochen und später erklärt: "Jetzt müssen wir uns erstmal sammeln und die Situation besprechen." Wie angeschlagen der Routinier war, zeigte die für ihn völlig ungewohnte Einzelkritik an einem seiner einstigen Liebling Karagounis: "Er war nicht spritzig genug."

Mit unfreiwilliger Komik erklärte Rehhagel noch: "Solange nichts entschieden ist, hat man immer noch Möglichkeiten." Doch das WM-Aus ist absehbar - und damit das Ende seiner vor neun Jahren begonnenen Tätigkeit als Griechen-Coach. "Herr Otto, es wird Zeit abzutreten. Denn umso länger du bleibst, desto mehr fühlen wir uns gefangen", schrieb also "Goalnews". Und die Sportzeitung "Exedra" rief die Spieler praktisch zur Rebellion auf. "Spielt alleine!", heißt es dort: "Der Trainer wird und kann sich nicht ändern."

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