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Carlos Tevez: "Müssen den Titel holen" © APA (epa)

Argentiniens Jagd auf den Fußball-WM-Titel geht in die zweite Runde. Die vor allem offensiv hochkarätig besetzte Auswahl von

Argentiniens Jagd auf den Fußball-WM-Titel geht in die zweite Runde. Die vor allem offensiv hochkarätig besetzte Auswahl von Diego Maradona trifft am Donnerstag um 13.30 Uhr in Johannesburg auf Südkorea. Die beiden Teams befinden sich nach ihren Auftaktsiegen an der Spitze der Gruppe B und würden im Falle eines weiteren Erfolgs mit eineinhalb Beinen im Achtelfinale stehen.

Doch vor allem für die Argentinier zählt ohnehin nur der ganz große Wurf. "Es ist nur dann eine gute WM für Argentinien, wenn wir Weltmeister werden. Alles andere zählt nicht. Es gibt nur einen Weg, um nicht kritisiert zu werden, wir müssen den Titel holen", weiß Stürmer Carlos Tevez über die gigantische Erwartungshaltung in der Heimat. "Mit einem Achtel-, Viertel- oder Halb-Finale dürfen wir nicht zufrieden sein", so der 26-Jährige, der zu den beliebtesten Spielern des argentinischen Volks gehört.

Tevez meinte, dass er all seine bisher gewonnenen Titel für den WM-Triumph mit Argentinien eintauschen würde. "Das Gefühl, hier für Argentinien zu spielen, ist unglaublich. So etwas habe ich noch nie gefühlt", meinte Tevez, der voraussichtlich so wie beim 1:0 gegen Nigeria mit Lionel Messi und Gonzalo Higuain einen Dreimannsturm bilden wird. "Dieses Team hat sehr gute Stürmer und spielt deshalb offensiv. Wir spielen nicht auf Abwarten, gegen kein Team", stellte Tevez klar. Bei den Argentiniern steht aber hinter dem Einsatz von Juan Sebastian Veron ein Fragezeichen, für ihn würde Maxi Rodriguez spielen.

Die beiden Teamchefs Maradona und Huh Jung-Moo kennen einander aus vergangenen Zeiten als Spieler. Im Eröffnungsmatch der WM 1986 in Mexiko hatte Huh den klaren Auftrag, den damaligen Ausnahme-Kicker Maradona mit allen Mitteln zu stoppen. "Ich erinnere mich sehr gut an Huh. Die Koreaner haben damals nicht Fußball, sondern Taekwondo gespielt", erzählte Maradona, der Argentinien dennoch mit einer brillanten Leistung zum 3:1 gegen Südkorea und in weiterer Folge zum WM-Titel führte.

2010 verlief der WM-Start für die Koreaner weitaus erfolgreicher, schwache Griechen wurden 2:0 bezwungen. Gegen Argentinien könnte der wiedergenesene Stürmer Lee Dong-Guk in die Startelf rücken. Teamchef Huh könnte vom 4-4-2 auf ein defensiveres 4-5-1-System umstellen und fordert, dass sein Team mit Selbstvertrauen ins Spiel geht: "Wir dürfen nicht vor Angst erstarren, nur weil der Gegner Argentinien heißt. Wenn wir unsere Stärken ausspielen, können wir etwas schaffen." Auch Offensivspieler Park Ji-Sung, der gegen Griechenland das 2:0 erzielte, meinte bei allem Respekt vor den Südamerikanern: "Das Unerwartete kann immer passieren."

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