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Henry, Malouda: das neue Sturmduo von "Les Bleus"? © APA (epa)

Fußball-Vize-Weltmeister Frankreich sucht bei der WM in Südafrika nach Ruhe und Harmonie. Der beste Weg dorthin wäre ein Sieg

Fußball-Vize-Weltmeister Frankreich sucht bei der WM in Südafrika nach Ruhe und Harmonie. Der beste Weg dorthin wäre ein Sieg am Donnerstag im zweiten Spiel der Gruppe A in Polokwane gegen Mexiko (20.30 Uhr). Möglicherweise setzt der umstrittene Teamchef Raymond Domenech in der richtungsweisenden Partie auf Stürmer-Routinier Thierry "Titi" Henry.

Henry, Weltmeister 1998, hat in 122 Länderspielen 51 Tore erzielt, war beim 0:0 zum Auftakt gegen Uruguay aber nur in der Schlussphase eingesetzt worden. Auch Florent Malouda war gegen die Südamerikaner nur als Joker ins Spiel gekommen und könnte nun von Beginn an das Vertrauen von Domenech erhalten. Anstelle des Duos werden wahrscheinlich Sidney Govou und Spielmacher Yoann Gourcuff auf der Bank Platz nehmen müssen. Frischer Wind kann der französischen Offensive nur gut tun, schließlich treffen die Stürmer seit Monaten nicht. Das letzte Tor eines Angreifers war jenes von Nicolas Anelka im Qualifikations-Play-off gegen Irland vor über einem halben Jahr im November 2009.

Domenech will nichts dem Zufall überlassen. Der Coach hat großen Respekt vor den Mexikanern: "Vor der WM haben sie Italien 2:1 geschlagen. Im gewonnenen Testspiel gegen Chile haben sie den Gegner abgewürgt, in der ersten halben Stunde beim WM-Eröffnungsspiel gegen Südafrika ebenfalls. Wir müssen verhindern, dass sie das Ballmonopol haben", so Domenech vor dem Duell mit den ballsicheren Mexikanern. Malouda nimmt die angespannte Situation locker: "Wenn wir gewinnen, ist wieder alles rosarot und alle freuen sich."

Doch noch ist es nicht so weit, und deshalb warnte "France Soir" vor einer ähnlichen Pleite wie bei der EM 2008 (Out in der Vorrunde): "Die alten Dämonen von 2008 sind wieder da." Auch die vielerorts hoch gehandelten Mexikaner betrachten die Aufgabe gegen die Franzosen als Schlüsselspiel. "Gegen Frankreich hilft uns jetzt nur ein Sieg weiter", erklärte Trainer Javier Aguirre.

"Wir müssen unbedingt gewinnen, egal wie", meinte auch Abwehrchef Rafael Marquez, der im Eröffnungsspiel gegen Südafrika den Ausgleich zum 1:1-Endstand markiert hatte. Marquez, Barcelona-Kollege von Henry, weiß, dass die Franzosen trotz der Stürmerflaute über viel Qualität verfügen. "Wir werden es mit einem starken Rivalen zu tun bekommen. Frankreichs Angreifer waren zwar in letzter Zeit nicht besonders erfolgreich. Aber dies kann sich jeden Augenblick ändern, denn die Franzosen verfügen über hochkarätige Stürmer."

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