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Drogba läuft seiner Bestform noch hinterher © APA (epa)

Es war ein bescheidener Auftritt - und das im doppelten Sinne: Das heiß ersehnte Comeback nach der wundersamen Genesung von

Es war ein bescheidener Auftritt - und das im doppelten Sinne: Das heiß ersehnte Comeback nach der wundersamen Genesung von Didier Drogba konnte nicht die Erwartungen erfüllen. Seine Leistung nach der Einwechslung in der 66. Minute passte zur Nullnummer. "Es ist nicht einfach nach einer Verletzung zurückzukommen, aber Gott sei Dank bin ich hier und kann überhaupt spielen", sagte der Stürmer.

Vielleicht waren die Ansprüche zu hoch, die Hoffnungen nach der "Wunderheilung" überfrachtet. Aber die Rückkehr von Drogba ist wichtig für die Elfenbeinküste, für die afrikanischen Fußballfans und für die ganze WM. Schließlich ist Drogba mehr als nur ein millionenschwerer Profi. Der 32-Jährige symbolisiert die Sehnsüchte des Kontinents, engagiert sich für sauberes Wasser und für ein Programm der Vereinten Nationen gegen Armut und Hunger.

Drogba weiß um seine Bedeutung. "Alle Menschen der Elfenbeinküste und ganz Afrika standen und stehen hinter uns", sagte der Superstar des Chelsea FC: "Das tut gut." Beim 0:0 gegen Portugal kam Drogba spät, doch schon gegen Brasilien soll er von Beginn an stürmen. "Das wird schwierig", erklärte Drogba nach seinem zurückhaltenden Auftritt: "Ich habe nur drei Tage, wieder in Form zu kommen. Aber ich bin zuversichtlich."

Der umlagerte Afrika-Botschafter versicherte nach dem Kurzeinsatz mit einer Schutzschiene am lädierten Ellbogen: "Ich war nicht besorgt. Wenn ich wirklich den leichtesten Zweifel gehabt hätte, hätte ich es nie und nimmer gemacht. Ich wäre kein Risiko eingegangen." Immerhin gestand der kräftige Angreifer aber: "Die Frage ist nur, wenn ich falle, wie groß der Schmerz dann ist."

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