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DFB-Team im Laufschritt Richtung Achtelfinale © APA (dpa)

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat im zweiten Spiel der WM in Südafrika bereits den vorzeitigen Achtelfinaleinzug im

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat im zweiten Spiel der WM in Südafrika bereits den vorzeitigen Achtelfinaleinzug im Visier. "Wir wollen uns das Zittern im letzten Gruppenspiel gegen Ghana ersparen", betonte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff. Nach dem klaren 4:0-Auftaktsieg gegen Australien geht die DFB-Elf als Favorit in die Partie gegen Serbien am Freitag (13.30 Uhr) in Port Elizabeth.

DFB-Teamchef Joachim Löw wird nach der überzeugenden Vorstellung im ersten Spiel keine Umstellungen vornehmen. Auch der zuletzt wegen einer Verkühlung zwei Tage pausierende Bastian Schweinsteiger wird in der Startformation stehen. "Er ist topfit", bekräftigte Bierhoff. Löw forderte von seiner Truppe, sich vom Auftakterfolg nicht blenden zu lassen. "Das war jetzt ein Spiel, die schweren Spiele kommen noch", betonte der Ex-Trainer der Austria und des FC Tirol.

Löw weiß, wovon er spricht. Bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz hatten die Deutschen nach einem 2:0-Auftaktsieg gegen Polen eine ernüchternde 1:2-Pleite gegen Kroatien kassiert.

Mit den zum Auftakt bei der 0:1-Niederlage gegen Ghana nicht so überzeugenden Serben stehen dagegen schon mit dem Rücken zur Wand. Es erwartet die Deutschen aber jedenfalls eine schwierigere Aufgabe als gegen Australien. "Die Serben sind ein anderes Kaliber", warnte auch DFB-Assistenztrainer Hansi Flick. Die Spieler sind sich dessen durchaus bewusst. "Serbien ist eine andere Hausnummer als Australien. Aber wir haben genug Qualität und Willen, um das Spiel zu gewinnen", sagte Außenverteidiger Holger Badstuber.

Die Serben sind vor allem deshalb als gefährlich einzuschätzen, weil für sie ein Sieg bereits Pflicht ist. "Für die Serben ist es eine Art Endspiel", war sich auch Ballack-Ersatzmann Sami Khedira bewusst. "Aber wir wollen den zweiten Sieg", fügte der Stuttgart-Mittelfeldspieler hinzu.

Serbien-Coach Radomir Antic wird den gesperrten Innenverteidiger Aleksandar Lukovic durch Neven Subotic ersetzen, auch sonst sind Wechsel möglich, eine Entscheidung wollte der 61-Jährige aber erst nach dem Abschlusstraining am Donnerstag fällen. "Wir haben noch zwei Spiele, die wir gewinnen können", hat der Teamchef der "Weißen Adler" den Aufstieg noch lange nicht abgeschrieben.

Einige Akteure kennen einander aus der deutschen Bundesliga sehr gut, Subotic (Borussia Dortmund), Gojko Kacar (Hertha BSC), Zoran Tosic (1. FC Köln) und Zdravko Kuzmanovic (VfB Stuttgart) verdienten zuletzt in Deutschlands höchster Spielklasse ihr Geld. "Das ist fast das Spiel des Lebens. Wir müssen jetzt eine Reaktion zeigen, wir können es besser", sagte der 21-jährige Subotic, der gemeinsam mit Manchester Uniteds Vidic die zuletzt glänzend aufgelegte Offensive der Deutschen einbremsen soll.

Kacar hoffte darauf, dass man sich rundumerneuert präsentieren werde. "Wir haben die Mittel, sie nicht spielen zu lassen. Wir müssen in die Zweikämpfe gehen und physisch dagegenhalten. Wenn wir unser wahres Gesicht zeigen und so spielen wie in der Qualifikation, sind wir nicht die Außenseiter", behauptete der 23-jährige Mittelfeldspieler.

Für die nötigen Tore der Serben soll auch Marko Pantelic sorgen. "Die Position ist nicht gut für uns. Wir müssen schauen, was wir machen können. Aber es wird sehr, sehr schwer. Deutschland ist in Top-Form und hatte den besten Start", sagte der 31-jährige Ex-Berlin-Stürmer in Diensten von Ajax Amsterdam.

Beide Mannschaften flogen am Donnerstag nach Port Elizabeth, durften ihr Abschlusstraining aufgrund der schlechten Platzverhältnisse im Nelson-Mandela-Bay-Stadion aber nicht am Spielort abhalten.

(Schluss) ttr/ef

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