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Die Afrikaner schlugen Serbien zum Auftakt 1:0 © APA (epa)

Ghanas Teamchef Milovan Rajevac hat alle Hände voll zu tun, um seine nach dem Auftaktsieg vor Selbstvertrauen strotzenden

Ghanas Teamchef Milovan Rajevac hat alle Hände voll zu tun, um seine nach dem Auftaktsieg vor Selbstvertrauen strotzenden Fußballer auf dem Teppich zu halten. Die Ausgangslage vor dem Samstag-Spiel der Gruppe D in Rustenburg gegen Australien (16.00) spricht deutlich für die Afrikaner: Ghana könnte mit einem weiteren Erfolg das Achtelfinale fixieren, die Australier kämpfen gegen das vorzeitige Aus.

Die Stimmung im ghanaischen Lager ist nach dem 1:0 gegen Serbien exzellent. Tormann Richard Kingson feierte seinen 32. Geburtstag am Sonntag mit einer überzeugenden Leistung gegen die Serben, am Dienstag stand dann die Party anlässlich des 29. Geburtstags von John Pantsil an.

Die Kicker feierten mit typisch afrikanischer Freude mit den Angestellten ihres WM-Quartiers, aßen Kuchen und tranken Bier, ehe Teamchef Rajevac wieder volle Konzentration aufs nächste Match, das 100. einer afrikanischen Mannschaft bei einer WM, einmahnte. "Für die Australier ist es die letzte Chance, dementsprechend werden sie auftreten", warnte der Serbe vor den nach dem 0:4-Debakel gegen Deutschland angeschlagenen "Socceroos".

Ghana könnte bei der WM auch dank herausragender Athletik zum Stolz Afrikas werden, schließlich sind die weiteren Mitstreiter Südafrika, Algerien, Elfenbeinküste, Nigeria und Kamerun allesamt noch sieglos. Die bisher größten afrikanischen Erfolge bei WM-Endrunden waren jeweils die Viertelfinali von Kamerun (1990) und Senegal (2002).

Australiens Außen-Verteidiger Luke Wilkshire versprach, dass sich das Team mit voller Kraft gegen eine weitere Niederlage stemmen wird: "Wir wissen, dass wir es besser als im Spiel gegen Deutschland machen können und werden bis zum Schluss kämpfen." Auch Topstar Harry Kewell meinte im idyllischen WM-Quartier in Muldersdrift, dass man in den zwei ausstehenden Spielen noch genug Zeit habe, "um die Dinge umzudrehen".

Den Australiern fehlt allerdings der gesperrte Regisseur Tim Cahill, der Everton-Legionär ist einer der renommiertesten und wichtigsten Spieler des Kaders. Am Donnerstagabend ereilte das Team weitere schlechte Kunde: Mittelfeldspieler Vince Grella zog sich im Training eine Bänderverletzung im Knie zu und muss gegen Ghana passen. Die Bilanz spricht aber überraschend für die Australier, die in bisher sechs Spielen gegen Ghana viermal gewonnen und erst einmal verloren haben.

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