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Javier Hernandez bei seinem Treffer © APA (Archiv/epa)

Javier Hernandez hat am Donnerstagabend eine Familientradition fortgeführt. Mexikos Joker stach bei der Fußball-WM in

Javier Hernandez hat am Donnerstagabend eine Familientradition fortgeführt. Mexikos Joker stach bei der Fußball-WM in Südafrika beim 2:0-Sieg gegen Frankreich. Der 22-Jährige war aber nicht der erste seiner Sippschaft, der in einem WM-Spiel gegen die Franzosen getroffen hat. Schon Hernandez' Großvater war vor 56 Jahren erfolgreich gewesen.

Bei der WM 1954 in der Schweiz hatten sich die Mexikaner den Franzosen allerdings mit 2:3 geschlagen geben müssen. "Ich habe erst in der Kabine daran gedacht, das ist unglaublich", erklärte der glückliche Enkel, der auch zum Spieler des Spiels gewählt worden war. "Ich danke meiner Familie. Denn durch sie bin ich das, was ich bin." Die Hernandez-Dynastie kommt aus Guadalajara. Nach seinem Großvater Tomas Balcazar war auch Javier Hernandez senior Nationalspieler gewesen - bei der WM 1986 unter anderem gemeinsam mit dem aktuellen Teamchef Javier Aguirre.

Von seinem Vater hat Hernandez auch seinen Spitznamen. "Chicharito" nennen sie ihn - die kleine Erbse. Der Senior war als "Chicharo", die Erbse, bekanntgewesen. Der Familientradition machte der jüngste Sprössling in Polokwane alle Ehre, als er - im richtigen Moment gestartet - Frankreich-Keeper Hugo Lloris umkurvte und das Tor ins Achtelfinale für Mexiko weit aufschoss. "Ich bin überglücklich. Dieses Tor ist für das ganze Land", betonte der Matchwinner.

Im finalen Gruppenspiel am Dienstag gegen Uruguay dürfte Hernandez aufgrund einer Verletzung von Arsenal-Jungstar Carlos Vela von Beginn an stürmen. Seine Karriere hat "Chicharito" bereits auf Schiene gebracht. Der quirlige Angreifer hat bereits im April bei Manchester United unterschrieben. Der englische Topclub zahlte für die kleine Erbse knapp zehn Millionen Euro an dessen Stammclub Chivas Guadalajara. Beim mexikanischen Rekordmeister war schon dessen Großvater zur Legende avanciert.

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