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"Wir sind besser und müssen sie schlagen" © APA (epa)

Im Auftaktspiel hatte er Weltmeister Italien vor einem Fehlstart bewahrt. Gegen Neuseeland will Daniele de Rossi am Sonntag

Im Auftaktspiel hatte er Weltmeister Italien vor einem Fehlstart bewahrt. Gegen Neuseeland will Daniele de Rossi am Sonntag (16.00 Uhr) in Nelspruit mit der "Squadra Azzurra" voll durchstarten - und danach mindestens ins Halbfinale der Fußball-WM in Südafrika. Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung. "Wir sind besser und müssen sie schlagen", forderte der Mittelfeldspieler von AS Roma.

Vielerorts war nach deren 1:1 zum Auftakt gegen die Slowakei von der physischen Stärke der groß gewachsenen Neuseeländer gewarnt worden. Doch für De Rossi sind die "Kiwis" nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Titelverteidigung. "Wir müssen unter die letzten Vier kommen. Alles andere wäre eine Enttäuschung", meinte der 26-jährige Abräumer, der zum Auftakt gegen Paraguay aus kurzer Distanz den Ausgleich zum 1:1 erzielt hatte.

Für Teamchef Marcello Lippi ist De Rossi im Mittelfeld zur fixen Größe geworden. Der Kämpfer aus Rom übernimmt Verantwortung - nicht erst, seit in Keeper Gianluigi Buffon (Bandscheibenvorfall) und Regisseur Andrea Pirlo (Wadenverletzung) zwei Führungsspieler ausgefallen sind. "Wir sind die bessere Mannschaft, also müssen wir gegen Neuseeland gewinnen", betonte De Rossi.

Der Mann mit den vielen Tattoos, der neuerdings auch Bartträger ist, wirkt dabei nicht arrogant, sondern höchstens selbstbewusst. "Gegen Neuseeland zu verlieren würde bedeuten, dass wir wie Frankreich Gefahr laufen würden, auszuscheiden. Das wäre so, als würde Neuseeland in der Vorrunde der Rugby-WM ausscheiden", meinte De Rossi. Die "All Blacks" genießen in Neuseeland im Gegensatz zu ihrem fußballerischen Pendant, den "All Whites" Kultstatus.

Ein Vorrunden-Aus wäre für Italien eine nationale Katastrophe - nicht nur, weil die Gruppe mit eine der leichtesten der WM scheint. "Wenn wir im Achtelfinale ausscheiden, wären wir gescheitert", versicherte De Rossi. "Aber wenn wir in der ersten Runde ausscheiden, wären wir total gescheitert." Damit will sich in Italien trotz des holprigen Starts gegen Paraguay noch niemand beschäftigen.

De Rossi selbst sieht sich gereift. Bei der WM 2006 war der Roma-Star noch nach einer Tätlichkeit im zweiten Gruppenspiel gegen die USA ausgeschlossen worden. Im Finale gegen Frankreich traf er allerdings im Elfmeterschießen. "Das ist damals im zweiten Spiel passiert. Also warten wir ab, ob ich ein Führungsspieler bin", sagte De Rossi zuversichtlich schmunzelnd.

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