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Der verletzte Superstar sah keine Gefahr © APA (epa)

Die Prinzen William und Harry sowie Englands Superstar David Beckham haben die peinliche Sicherheitspanne in Kapstadts WM-Stadion

Die Prinzen William und Harry sowie Englands Superstar David Beckham haben die peinliche Sicherheitspanne in Kapstadts WM-Stadion relativiert. Der Kabinen-Stürmer wartete derweil mit einer überraschenden Erklärung auf: Er war auf der Suche nach einer Stadion-Toilette. "Plötzlich stand ich in der Umkleide und hatte David Beckham vor mir", sagte der Fan Pavlos Joseph der Zeitung "Sunday Mirror".

Der Zwischenfall nach dem Freitag-Spiel der Engländer gegen Algerien (0:0) hatte eine erneute Debatte um die Sicherheit bei der Fußball-WM in Südafrika ausgelöst. "Ich konnte gar nicht glauben, wo ich war", erklärte Joseph. Beckham versuchte die Gemüter zu beruhigen. "Offensichtlich wurde es übertrieben dargestellt", sagte er der britischen Rundfunkanstalt BBC. "Der Fan ist einfach hereinspaziert, hat 'Hallo' gesagt und ist wieder gegangen - es gab keinen Streit, es gab keine Aggression", betonte Beckham.

Prinz William, der die Kabine des Fußball-Nationalteams mit seinem Bruder Harry am Freitagabend kurz vor dem unerlaubten "Besuch" des Fans verlassen hatte, zeigte sogar britischen Humor. "Harry und ich haben die Tür offen gelassen. Deswegen ist es passiert. Es war unser Fehler."

Englands Mittelfeldspieler Joe Cole sei direkt neben ihm nackt aus der Dusche gekommen, dann habe Beckham den Eindringling bemerkt, berichtete der England-Fan: "Seine Gesichtszüge entgleisten." Der verletzte Beckham, der die "Three Lions" beim Turnier begleitet, habe ihn gefragt: "He, wer bist Du denn?" Josephs Antwort: "Ich bin Pavlos, und ich muss auf die Toilette."

Dann jedoch habe er sich entschieden, die Gelegenheit zu nutzen dem bisher enttäuschenden Team seine Meinung zu sagen. "David, wir haben viel Geld ausgegeben. Das ist eine Schande. Was tut ihr dagegen?", habe er Beckham zugerufen. Kurz darauf habe ihn ein Offizieller des Weltverbandes FIFA aus der Kabine geführt.

Der englische Verband FA protestierte bei der FIFA gegen die Sicherheitslücke. Der Weltverband versprach eine Prüfung der Sicherheitsmaßnahmen. Das WM-OK bedauerte die Geschehnisse. Die Panne wirft ein schlechtes Licht auf das in dieser Woche geänderte Sicherheitskonzept. "Kein Security-Mitarbeiter hat mich irgendwo gefragt, kontrolliert oder gar versucht, mich festzunehmen", berichtete dagegen Fan Joseph.  "Ich glaube nicht, dass ich irgendwas falsch gemacht habe", sagte er.

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