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Chile will auch gegen die Schweiz jubeln © APA (epa)

Es ist das Spitzenspiel in Gruppe H - überraschenderweise. Chile und die Schweiz können am Montag (16.00 Uhr) in Port Elizabeth

Es ist das Spitzenspiel in Gruppe H - überraschenderweise. Chile und die Schweiz können am Montag (16.00 Uhr) in Port Elizabeth bereits einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale der Fußball-WM tun. Beide haben ihre Auftaktspiele in Südafrika mit 1:0 gewonnen, die Schweizer sensationell gegen den Topfavoriten Spanien.

Die Schweizer sind damit bereits seit 484 Minuten ohne Gegentreffer bei WM-Turnieren. 2006 in Deutschland war die "Nati" ohne ein einziges Gegentor im Achtelfinale gegen die Ukraine im Elfmeterschießen ausgeschieden. Die ewige WM-Bestmarke von Italien bei den Endrunden 1986 und 1990 steht bei 550 Minuten und könnte damit bereits im Spiel gegen Chile fallen.

Die Chilenen hatten in ihrem Auftaktspiel gegen Honduras allerdings mit erfrischenden Offensiv-Fußball überzeugt. Lediglich die Chancenauswertung hatte zu wünschen übrig gelassen. Dies soll Humberto Suazo verbessern. Der Topscorer der südamerikanischen WM-Qualifikation (10 Tore) hat sich nach einem Muskelfaserriss zum zweiten Gruppenspiel fitgemeldet.

Bei den Schweizern steht Stürmerstar Alex Frei vor einer Rückkehr ins Team, auch Flügelspieler Valon Behrami ist nach überstandener Oberschenkelverletzung eine Option für Teamchef Ottmar Hitzfeld. Der Erfolgscoach zeigte großen Respekt vor den Chilenen. "Sie spielen sehr geradlinig und zielstrebig. Sie schalten sehr schnell um", sagte Hitzfeld. "Ihre Offensive ist fantastisch."

Dementsprechend könne das Spiel sogar schwieriger werden als der Auftakt gegen Spanien - zumindest von der mentalen Seite her. "Wir müssen kompakt sein und sollten uns nicht in einen Abnützungskampf verwickeln lassen", meinte Hitzfeld. "Es darf nicht zu einem ständigen Auf und Ab kommen. Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren, sonst haben wir gegen Chile keine Chance."

Die Südamerikaner dagegen setzen auf ihre Geschwindigkeit, mit der sie Honduras förmlich überrollt und den ersten WM-Sieg seit 1962 gefeiert hatten. "Wir haben aber noch nichts gewonnen", warnte Teamchef Marcelo Bielsa. Er dürfte den leicht angeschlagenen Regisseur Jorge Valdivia vorerst auf der Bank belassen, dennoch wird eine sehr offensive Aufstellung erwartet. "Wir müssen mobiler sein als die Spanier, um ihren Abwehrwall zu durchbrechen", meinte Verteidiger Gary Medel. "Wir müssen uns Platz schaffen. Trotzdem müssen wir aufpassen, nicht ins offene Messer zu laufen."

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