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Schützenfest in Rot und Grün: Selbst Ronaldo traf © APA (epa)

Portugal ist nach einem Schützenfest voll auf Kurs Richtung Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika. Die Portugiesen

Portugal ist nach einem Schützenfest voll auf Kurs Richtung Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika. Die Portugiesen bezwangen am Montag in Gruppe G in Kapstadt Nordkorea 7:0 (1:0), die teilweise herrlich herausgespielten Treffer erzielten Raul Meireles (29.), Simao Sabrosa (53.), Hugo Almeida (56.), Tiago (60., 89.), Liedson (81.) und Cristiano Ronaldo (87.).

Portugal reicht somit am Freitag gegen Rekord-Weltmeister Brasilien, der als Aufsteiger feststeht, bereits ein Remis zum sicheren Weiterkommen. Nordkorea, punkto Weltrangliste der größte Außenseiter des Turniers, hat hingegen vor dem Duell mit der Elfenbeinküste keine Aufstiegschance mehr.

Die Bürger des weitgehend abgeschotteten Nordkorea konnten die zweite Partie ihres Teams diesmal live im Staatsfernsehen verfolgen. Das erste Gruppenspiel hatten die Nordkoreaner nur als Aufzeichnung sehen können. Die in Japan erscheinende pro-nordkoreanische Zeitung "Chosun Sinbo" hatte berichtet, dass die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang wegen der Übertragung des Spiels gegen Brasilien (1:2) einer "verlassenen Stadt" geglichen hätte.

Und die WM-Euphorie in Nordkorea wird auch in der unterhaltsamen und von beiden Seiten offensiv geführten Anfangsphase gegen die Portugiesen angehalten haben. Denn trotz erster portugiesischer Chancen durch Meireles (5.) und Ricardo Carvalho (7., Kopfball an die Stange) präsentierten sich die Nordkoreaner bei strömendem Regen voll im Vorwärtsgang.

Cha Jong-hyok (11.), Jong Tae-se (14.) und Pak Nam-chol (18.) hatten die sensationelle Führung am Fuß bzw. Kopf. Das erste Tor erzielte jedoch nicht die Nummer 105, sondern programmgemäß die Nummer 3 der FIFA-Weltrangliste. Nach idealem Lochpass von Tiago schoss Meireles flach und eiskalt ein (29.), der an diesem Tag oft unsicher wirkende Schlussmann Ri Myong-guk war chancenlos.

Rund zehn Minuten nach der Pause platzten die letzten Achtelfinal-Hoffnungen Nordkoreas im Eilzugstempo. Nach Vorarbeit von Mereiles und Almeida bezwang Simao Nordkoreas Goalie mit einem Schuss durch die Beine (53.). Portugal war nun voll auf Betriebstemperatur, Nordkorea gebrochen. Nach Flanke von Fabio Coentrao erhöhte Almeida per Kopf auf 3:0 (56.), wenig später legte Cristiano Ronaldo, der sich erst nach der Pause entfalten konnte, das 4:0 von Tiago auf (60.).

Ein Tor war Ronaldo zunächst nicht vergönnt. Gegen die Elfenbeinküste hatte der Real-Madrid-Star die Stange getroffen, nun gegen Nordkorea verhinderte die Latte einen Treffer Ronaldos (71.). Dafür traf Liedson nur vier Minuten nach seiner Einwechslung ins Schwarze, profitierte dabei aber von einem schweren Abwehrfehler von Ri Kwang-chon (81.). Dann war Ronaldo doch noch mit dem 7:0 ins leere Gehäuse an der Reihe (87.), Tiago setzte mit seinem zweiten Treffer per Kopf den Schlusspunkt (89.).

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