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Domenech im Zwist mmit seinen Spielern © APA (epa)

Die französische Fußball-Nationalmannschaft wird im abschließenden Gruppenspiel bei der WM in Südafrika gegen den Gastgeber

Die französische Fußball-Nationalmannschaft wird im abschließenden Gruppenspiel bei der WM in Südafrika gegen den Gastgeber am Dienstag (16.00 Uhr) möglicherweise nicht in Bestbesetzung antreten. "Es besteht die Möglichkeit, dass einige Spieler nicht spielen wollen", sagte Teamchef Raymond Domenech am Montagabend. Der 58-Jährige kritisierte den Trainings-Boykott seiner Spieler am Sonntag hart.

"Das war eine unbeschreibliche Dummheit", betonte Domenech. Zusammen mit seinem Trainerstab habe er 45 Minuten lang versucht, die Mannschaft davon abzuhalten. Aufgrund dieser Vorkommnisse war noch nicht klar, auf welche Spieler der Trainer im für den Aufstieg entscheidenden letzten Spiel setzen werde. "Die Mannschaft stelle nach wie vor ich auf", stellte Domenech jedenfalls klar.

Gleichzeitig räumte der Trainer jedoch ein, dass es schwierig sei, sich nach den vergangenen Tagen auf dieses Match vorzubereiten. "Aber die Spieler sind Profis, sie müssen das können. Die Leute erwarten jetzt keine Worte mehr von uns, sondern nur noch Taten", sagte Domenech. Der Trainer war alleine zur offiziellen Pressekonferenz vor dem Spiel erschienen, Kapitän Patrice Evra hatte auf eine Teilnahme verzichtet. Das ist ein Zeichen dafür, dass Evra am Dienstag eventuell nicht die Kapitänsbinde tragen könnte.

Die Franzosen können am Dienstag nur noch mit einem Sieg gegen Südafrika und gleichzeitiger Schützenhilfe von Mexiko oder Uruguay das Achtelfinale erreichen. Die Mannschaft war am Montag in einen Streik getreten, um gegen den Rauswurf von Stürmer Nicolas Anelka zu protestieren. Der musste vorzeitig nach Hause fliegen, weil er Domenech beleidigt hatte. Am Montag war es auch zu einem Streit zwischen Evra und einem Konditionstrainer gekommen.

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