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David Villa traf im Doppelpack © APA (epa)

Mitfavorit Spanien hat seine Pflicht bei der Fußball-WM in Südafrika im zweiten Anlauf erfüllt. Der Europameister setzte sich

Mitfavorit Spanien hat seine Pflicht bei der Fußball-WM in Südafrika im zweiten Anlauf erfüllt. Der Europameister setzte sich nach dem Fehlstart gegen die Schweiz (0:1) am Montag gegen Außenseiter Honduras souverän mit 2:0 (1:0) durch. Beide Tore im Ellis Park in Johannesburg erzielte Stürmer David Villa (17., 51.), der zudem einen Elfmeter vergab (62.).

Die Spanier haben es in Gruppe H damit weiterhin selbst in der Hand. Mit einem Sieg zum Abschluss gegen Spitzenreiter Chile stünde der Favorit auf jeden Fall im Achtelfinale. Zwischen den Chilenen und der Schweiz könnte dann bei jeweils sechs Punkten - einen Sieg der Schweizer gegen Honduras vorausgesetzt - das Torverhältnis entscheiden. Spanien darf sich im Gruppenfinale am Freitag dagegen auf sich selbst konzentrieren - Villa sei Dank.

Seinen ersten Treffer erzielte der EM-Torschützenkönig von 2008 nach einem sehenswerten Solo. Drei Honduraner hatte Villa stehengelassen, ehe er perfekt ins lange Kreuzeck traf. Nummer zwei folgte mit einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze, auch Nummer drei wäre nach einem klaren Foul von Emilio Izaguirre an Jesus Navas zum Greifen nahe gewesen. Villa setzte den Strafstoß aber um Millimeter an der rechten Stange vorbei.

Spaniens Teamchef Vicente Del Bosque hatte im Sturmzentrum erstmals nach seiner Knieverletzung von Beginn an auf Superstar Fernando Torres gesetzt und Villa auf den linken Flügel nach außen gezogen - mit Erfolg. Villa war der mit Abstand gefährlichste Mann auf dem Platz. Der Barca-Neuzugang hatte seine Fähigkeiten schon in der 7. Minute mit einem Lattenkracher angedeutet, zehn Minuten später kam seine große Solo-Show zum 1:0.

Mit einer von Referee Yuichi Nishimura nicht registrierten Tätlichkeit gegen Honduras-Verteidiger Izaguirre könnte sich Villa aber nachträglich Ärger eingehandelt haben. Der 28-Jährige fuhr seinem Widerpart, der ihn offensichtlich provoziert hatte, mit der Hand ins Gesicht (41.). Die Honduraner hatten erfolglos versucht, hinter Solostürmer David Suazo einen Defensivwall aufzuziehen. Die Spanier spielten lange wie auf einer schiefen Ebene.

Während Villa für Wirbel sorgte, wirkte Torres in der Offensive wie ein Fremdkörper. Der noch nicht in Bestform befindliche Liverpool-Stürmer versagte erst völlig alleine nach Maßflanke von Sergio Ramos per Kopf (33.), eine Minute später bugsierte er das Leder zentral deutlich über das Tor. In der 70. Minute wurde der glücklose 26-Jährige durch Jungstar Juan Mata ersetzt. Auch Navas vermochte auf der rechten Seite anstelle des gegen die Schweiz schwachen David Silva nicht restlos zu überzeugen.

Barca-Star Andres Iniesta fehlte wegen leichter muskulärer Probleme, Cesc Fabregas machte unmittelbar nach seiner Einwechslung mit einer schönen Aktion auf sich aufmerksam. Seinen Schuss klärte Osman Chavez aber knapp vor der Linie (66.). Nach dem Elfmeter ließ Villa im Konter noch eine dritte Chance auf den Hattrick aus, sein Schuss wurde von Sergio Mendoza geblockt (86.). Spanien-Keeper Casillas hatte in der gesamten Partie nicht einen Ball zu halten gehabt.

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