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Villa stand in allen Belangen im Mittelpunkt © APA (epa)

David Villa war jener Mann, um den sich am Montagabend im Ellis Park alles gedreht hat. Der 28-jährige Stürmer schoss Spanien

David Villa war jener Mann, um den sich am Montagabend im Ellis Park alles gedreht hat. Der 28-jährige Stürmer schoss Spanien mit einem Doppelpack gegen Honduras zu einem 2:0-Sieg und zurück ins WM-Aufstiegsrennen. Im Gruppenfinale gegen Spitzenreiter Chile könnte Villa allerdings zuschauen müssen, falls der Fußball-Weltverband FIFA aufgrund der TV-Bilder ein Verfahren gegen ihn einleitet.

Villa hatte kurz vor der Pause Honduras-Verteidiger Emilio Izaguirre ins Gesicht gegriffen, nachdem ihm dieser absichtlich auf den Fuß gestiegen war. Referee Yuichi Nishimura hatte die Szene offensichtlich nicht gesehen. "Es ist nichts, worauf ich stolz bin", gestand Villa im spanischen Fernsehen. "Das sind einfach Instinkte. Ich war nicht darauf vorbereitet, dass er mir auf den Fuß steigt. In Zukunft werde ich versuchen, cool zu bleiben."

"El Guaje" - asturisch für kleiner Bub - würde dem Europameister gegen Chile an allen Ecken und Enden fehlen. Fernando Torres war nach seiner Knieverletzung zwar erstmals in der Startformation gestanden, wirkte im schnellen Kurzpassspiel der Spanier aber eher wie ein Fremdkörper und wurde in der 70. Minute ausgetauscht.

Obwohl sich die Spanier mit dem 2:0 zurück auf Achtelfinal-Kurs brachten, war Teamchef Vicente del Bosque nicht restlos zufrieden. "Es war kein großartiges Spiel. Wir haben große Chancen gehabt, viele Chancen, aber ich denke, wir hätten höher gewinnen müssen", meinte der Trainer. Zu verspielt, zu wenig kaltschnäuzig sei seine Mannschaft vor dem Tor gewesen. Zudem hatte Villa beim Stand von 2:0 noch einen Elfmeter knapp neben das Tor gesetzt.

"Chile ist für uns bereits das unmittelbare Finale. Wir werden vorbereitet sein", versprach Spaniens Kapitän Iker Casillas. Der Torhüter hatte gegen Honduras nicht einen einzigen Ball zu halten gehabt. "Wir haben gegen ein übermächtiges Team gespielt", gestand Reinaldo Rueda, der Teamchef der Mittelamerikaner. "Wir haben das Spiel beherrscht, so wie wir es in Spanien lieben", erklärte Regisseur Xavi. Das müssen sie nun aber auch noch gegen die bisher zweimal siegreichen Chilenen tun.

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