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Stankovic und Co. haben es in der Hand © APA (Archiv/epa)

Mit dem Selbstvertrauen eines Sieges über Deutschland greift Serbien am Mittwoch um 20.30 Uhr bei der Fußball-WM in Südafrika

Mit dem Selbstvertrauen eines Sieges über Deutschland greift Serbien am Mittwoch um 20.30 Uhr bei der Fußball-WM in Südafrika nach dem Achtelfinal-Ticket. Ein Erfolg in Nelspruit gegen Australien, das ebenfalls noch weiterkommen könnte, würde den sicheren Aufstieg bedeuten. "Wir wissen, was wir zu tun haben. Der Sieg gegen Deutschland hat uns Zuversicht gegeben", meinte Serbiens Teamchef Antic.

Während in der Heimat der historische Erfolg gegen die Deutschen mit viel Patriotismus und teilweise derbem Vokabular gefeiert wurde, konzentrierte sich das Team voll auf das Finale der Gruppe D, in der im Parallelspiel auch Deutschland und Ghana um den Verbleib im Turnier kämpfen. "Uns stehen alle Türen offen", erklärte Verteidiger Neven Subotic. "Jetzt liegt alles in unseren Händen", fügten Mittelfeldspieler Zdravko Kuzmanovic und Kapitän Dejan Stankovic unisono hinzu.

Der nach dem 0:1 zum Auftakt gegen Ghana verloren geglaubte Optimismus ist zurück im Team der Serben. Nicht nur der 61-jährige Trainer Antic weiß aber, dass die Australier bei einer Darbietung wie beim 1:1 gegen Ghana eine harte Nuss sein können: "Australien ist ein sehr gut organisiertes Team." Ein Remis würde Serbien nur im Falle einer deutschen Niederlage reichen.

Angst haben die Serben nur aufgrund zahlreicher drohender Sperren, gleich sechs Stammspieler, darunter die komplette Vierer-Abwehrkette, wären bei einer weiteren Gelben Karte im Mbombela-Stadion im Achtelfinale gesperrt. Antic könnte daher dem einen oder anderen Akteur eine Pause gönnen. Die Australier haben jetzt schon personelle Probleme. Torjäger Harry Kewell und Craig Moore müssen gesperrt zuschauen. Nach einer Sperre wieder einsatzberechtigt ist aber mit Tim Cahill der wohl gefährlichste Akteur der "Aussies".

Bei einem eigenen Sieg und einem Erfolg Ghanas gegen Deutschland sind die Australier eine Runde weiter. Im Falle eines deutschen Sieges oder eines Unentschiedens würde die Auswahl von Teamchef Pim Verbeek einen wahren Torrausch benötigen. "Wir sind alle Ghana-Fans", erklärte Mittelfeldspieler Dario Vidosic. Doch Trainer Verbeek glaubt eher an einen Sieg der Deutschen: "Und das bedeutet automatisch, dass wir einige Tore machen müssen."

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