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Deutsche trainieren hart fürs Entscheidungsspiel © APA (dpa)

Deutschland ist nach der Gruppen-Phase einer Fußball-WM noch nie auf der Strecke geblieben. Damit das so bliebt, muss der

Deutschland ist nach der Gruppen-Phase einer Fußball-WM noch nie auf der Strecke geblieben. Damit das so bliebt, muss der dreifache Weltmeister am Mittwoch (20.30 Uhr) im Soccer-City-Stadion von Johannesburg gegen Ghana das Gruppe-D-Finale unbedingt gewinnen. "Wir wissen, dass eine große Blamage drohen kann, aber diesen Gedanken muss man ausklammern", betonte DFB-Innenverteidiger Arne Friedrich.

Die Schützlinge von Trainer Joachim Löw, die zum Auftakt gegen Australien (4:0) glänzten, aber dann gegen Serbien (0:1) auf den Boden der Realität geholt wurden, werden in diesem Alles-oder-Nichts-Spiel voraussichtlich den gesperrten Stürmer Miroslav Klose durch Claudemir Jeromino Barreto, genannt Cacau, ersetzen. "Ich traue mir das auf jeden Fall zu. Wenn ich spielen sollte, bin ich fest davon überzeugt, dass ich die Rolle ausfüllen kann", sagte der gebürtige Brasilianer vom VfB Stuttgart.

"Wir werden Löwen sehen, die deutschen Löwen", kündigte Oliver Bierhoff, der deutsche Teammanager, an. Kapitän Philipp Lahm meinte: "Ich bin mir zu hundert Prozent sicher, dass wir das Achtelfinale erreichen." Auch Teamchef Löw hat volles Vertrauen in seine Truppe, die nach dem Rückschlag gegen die Serben "von der Psyche nicht labil" sei. Der frühere Innsbruck- und Austria-Trainer hatte die Ghanaer beim 1:1 gegen Australien in Rustenburg intensiv studiert.

"Sie spielen körperbetont, extrem schnell nach vorne, sind im Konter gefährlich", erzählte der vor seinem 52. Länderspiel stehende 50-jährige Freiburger, der den Gegner aber in der Defensive für "verwundbar" hält. Den Afrikanern genügt bereits ein Punkt zum Aufstieg ins Achtelfinale. Auf Schützenhilfe der punktegleichen Serben gegen Australien durch ein Remis verlässt sich im DFB-Lager niemand. Um vieles größer als die Hoffnung auf das Parallel-Spiel ist der Glaube an die eigene Stärke. "Wenn es drauf ankam, waren wir da", erinnerte Friedrich an die Turniertugend der Deutschen.

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