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Hitzfeld ist optimistisch © APA (Archiv/epa)

Nach dem wütenden Auftritt des "Gentleman" ist nun der kühl kalkulierende Mathematik-Lehrer Ottmar Hitzfeld gefragt. Ein Sieg

Nach dem wütenden Auftritt des "Gentleman" ist nun der kühl kalkulierende Mathematik-Lehrer Ottmar Hitzfeld gefragt. Ein Sieg mit zwei Toren Unterschied gegen Honduras sichert dem deutschen Trainer und seiner Schweizer "Nati" trotz der 0:1-Niederlage gegen Chile den Aufstieg ins Achtelfinale der Fußball-WM - dazu bedarf es keines Taschenrechners.

"Ich war immer ein optimistisch denkender Mensch", sagte Hitzfeld mit Blick auf das letzte Gruppenspiel am Freitag. "Wir haben die Stärke, um Honduras zu schlagen." Bei der Berechnung der Schweizer Chancen fand Hitzfeld, der die schwache Leistung des Unparteiischen heftig kritisiert hatte, seine Contenance wieder, während die Schweizer Medien am Tag nach der unglücklichen Schlappe gegen Chile - teilweise rassistisch - schimpften.

Gegen Honduras kann sich Hitzfeld jedenfalls die bisherige Mauertaktik nicht mehr leisten. Schließlich muss sein Team zwei Tore schießen, um sicher zu gehen und nicht auf Mithilfe angewiesen zu sein. "Für die Partie gegen Honduras ist es wichtig, dass wir offensiv besser ins Spiel kommen", forderte Eidgenossen-Verteidiger Stephan Lichtsteiner. "Defensiv standen wir bisher sehr gut."

Hitzfeld war sich trotz der kraftzehrenden Stunde zu zehnt sicher: "Wir werden diese Niederlage verkraften." Vor der Partie am Freitagabend in Bloemfontein "müssen wir schnell regenerieren und uns sofort wieder nach vorne ausrichten". Der erfahrene Coach sagte zuversichtlich: "Wir haben weiter eine gute Chance für die Qualifikation."

Tatsächlich sind die punktlosen und bereits ausgeschiedenen Honduras-Kicker schlagbar, Hitzfelds Team muss jedoch mehr Durchschlagskraft entwickeln. Auch bei 60 Minuten in Unterzahl war ein einziger Schuss aufs chilenische Tor viel zu wenig. Doch Innenverteidiger Steve von Bergen versprach: "Gegen Honduras werden wir mit Wut im Bauch spielen."

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