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Portugal trifft nun auf Brasilien © APA (Archiv/epa)

Portugal hat mit dem 7:0-Kantersieg über Nordkorea die Fußball-Welt verzückt. "Das war einer der schönsten Siege unseres

Portugal hat mit dem 7:0-Kantersieg über Nordkorea die Fußball-Welt verzückt. "Das war einer der schönsten Siege unseres Landes. Fantastisch, einfach nur fantastisch", jubelte Portugals Legende Eusebio nach dem WM-Bestschießen am Dienstag in Kapstadt. "Das war schöner Fußball", freute sich Teamchef Carlos Queiroz nach dem großen Schritt Richtung Achtelfinale der WM in Südafrika.

"Ich bin unglaublich zufrieden über die wundervolle Art und Weise, wie meine Spieler aufgetreten und Tore erzielt haben", sprach Queiroz ein dickes Lob an Cristiano Ronaldo und Co. aus. Das Wichtigste sei, dass seine Kicker mit Spaß an die Arbeit herangehen. "Dann können sie ihren Fußball spielen." Das 7:0 wird ab sofort einen Fixplatz in Portugals Fußball-Geschichte einnehmen. So wie das 5:3 bei der WM 1966 nach 0:3-Rückstand - ebenfalls gegen Nordkorea.

Im abschließenden Gruppe-G-Schlager zwischen Portugal und Fix-Aufsteiger Brasilien dürfte es "nur" noch um den Gruppensieg gehen. Denn ein Ausscheiden Portugals scheint angesichts von einem Vorsprung von drei Punkten und der klar besseren Tordifferenz gegenüber der Elfenbeinküste eher unwahrscheinlich. Dennoch fordert Queiroz volle Aufmerksamkeit: "Wir wollen gegen Brasilien erfolgreich sein, denn wir wollen unsere Reputation und unser Prestige aufrechterhalten."

Gegner Nordkorea lobte Queiroz trotz der Abfuhr in höchsten Tönen. "Die Nordkoreaner haben sehr würdevoll gespielt. Sie haben erhobenen Hauptes verloren." Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Nordkoreaner vor dem dritten Match gegen die Elfenbeinküste ohne Aufstiegschance sind. "Der portugiesische Angriff wurde von Minute zu Minute stärker. Wir haben unsere Balance verloren und deshalb die Tore kassiert", analysierte Nordkoreas Teamchef Kim Jong-hun, dessen Truppe nach der Pause gleich sechs Treffer kassierte.

Und das ausgerechnet in einem Spiel, das die Bürger Nordkoreas live im Fernsehen miterleben durften. Das Fernsehen brach die Übertragung kurz nach dem Schlusspfiff ab und sendete Aufnahmen von Fabrikarbeitern und Ingenieuren, die Staatschef Kim Jong Il lobten. Teamchef Kim sagte, die Spieler würden trotz des Scheiterns nicht bestraft werden. "Es läuft nicht immer so, wie man es gerne hätte. Aber es wird keine weiteren Konsequenzen geben."

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