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Beide Teams stehen im Achtelfinale © APA (epa)

Uruguay und Mexiko haben den Aufstieg ins Achtelfinale der Fußball-WM perfekt gemacht. Uruguay setzte sich am Dienstag dank

Uruguay und Mexiko haben den Aufstieg ins Achtelfinale der Fußball-WM perfekt gemacht. Uruguay setzte sich am Dienstag dank eines Tores von Luis Suarez gegen Mexiko mit 1:0 durch und ist als Sieger der Gruppe A zum ersten Mal seit 1990 in der nächsten Turnierphase. Mexiko durfte als Pool-Zweiter auch jubeln, Platz zwei wurde dank der besseren Tordifferenz gegenüber Südafrika geschafft.

Von einem mancherorts kolportieren Stillhalteabkommen (ein Remis hätte beiden zum sicheren Aufstieg gereicht) war von Beginn an nichts zu merken. Gerade Mexiko benötigte den Sieg, um mit Platz eins in der Gruppe den wahrscheinlichen Achtelfinalgegner Argentinien, das erst am Abend spielte, zu vermeiden.

Dass die Mittelamerikaner daran scheiterten, lag schließlich nicht am mangelnden Willen. Wie schon in den Partien zuvor war der Truppe von Javier Aguirre der Wille zur Offensive deutlich anzusehen. Und weil auch Uruguay den Weg zum Kasten des nicht immer ganz sattelfesten mexikanischen Tormanns Oscar Perez suchte, sahen die Zuschauer im Royal-Bafokeng-Stadion eine phasenweise kurzweilige Partie.

In der Chancen auf beiden Seiten zu verzeichnen waren. Kurz nach dem Start rollte ein Schuss von Luis Suarez nur unweit des langen Ecks des mexikanischen Tors vorbei (4.), in der 22. Minute ließ ein Hammer von Andres Guardado aus gut 25 Metern Uruguays Latte erzittern. Die Partie verlor in der Folge etwas an Intensität, wurde durch den Führungstreffer aber wieder interessant: Nach einer Hereingabe von Edinson Cavani musste Suarez nur noch den Kopf hinhalten (43.).

Mexiko, das zu dieser Zeit eine weitere Aufholjagd Südafrikas im Parallelspiel gegen Frankreich befürchten musste, steigerte nach Wiederbeginn das Tempo. "El Tri" bemühte sich sichtlich um den Ausgleich, die beste Chance hatte vorläufig aber Uruguay: Diego Luganos gefährlichen Kopfball machte jedoch Tormann Perez zunichte (54.).

Mexiko-Coach Javier Aguirre reagierte mit frühen Wechseln, hatte sein Kontingent schon nach gut einer Stunde erschöpft und sorgte tatsächlich für neuen Schwung. Uruguay zog sich immer weiter zurück, ließ die Mexikaner vor dem Strafraum kombinieren, in echte Bedrängnis kamen die Führenden mangels zündender Ideen des Gegners aber dennoch kaum. In der 64. Minute verpasste Francisco Rodriguez eine Flanke aus wenigen Metern nur hauchdünn, auch Franco (84.) blieb der Ausgleich in guter Position verwehrt.

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