vergrößernverkleinern
Bossi sieht demnächst Slowaken in Italiens Liga © APA (epa)

Umberto Bossi, Chef der rechtspopulistischen italienischen Regierungspartei Lega Nord, hat vor dem entscheidenden

Umberto Bossi, Chef der rechtspopulistischen italienischen Regierungspartei Lega Nord, hat vor dem entscheidenden Fußball-WM-Gruppen-Spiel der Italiener am Donnerstag gegen die Slowakei für Aufsehen gesorgt. "Ich bin sicher, sie werden das Match gegen die Slowakei kaufen. In der nächsten Saison werden sicher zwei, drei slowakische Fußballer in unseren Vereinen spielen", erklärte Bossi.

Bossis Worte sorgten für helle Empörung in Italiens Fußball-Verband FIGC. "Bossi hat diesmal übertrieben, seine Worte sind schockierend und beleidigend", erklärte der Verband in einer ersten Reaktion. Der Verband appellierte an die Italiener, Lippis unter Druck stehende Mannschaft zu unterstützen. Der amtierende Weltmeister hat in den beiden Auftaktspielen der WM gegen Paraguay und Neuseeland jeweils nur 1:1 gespielt.

Der zu Bossis Partei gehörende Minister Roberto Calderoli hatte vor Beginn der WM mit einem Appell an den Verband für Diskussionsstoff gesorgt, er wollte die Gehälter der Kicker der Nationalmannschaft kürzen. Calderoli rief die Spieler auf, freiwillig auf die Prämien für die WM in Südafrika zu verzichten. Angesichts der Sparmaßnahmen, die im Land zur Eindämmung der hohen Staatsschuld notwendig seien, sollte die "Squadra" ein gutes Beispiel geben, sagte der Minister.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel