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Herbert und seine Buben haben vor niemandem Angst © APA (epa)

Underdog Neuseeland plant gegen Paraguay den großen Coup. Mit einem Sieg am Donnerstag in Polokwane gegen Paraguay wären die

Underdog Neuseeland plant gegen Paraguay den großen Coup. Mit einem Sieg am Donnerstag in Polokwane gegen Paraguay wären die als krasser Außenseiter gestarteten "All Whites" fix im Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika, selbst ein Remis könnte zur großen Sensation reichen. "Wir haben keine Angst vor Paraguay. Wir haben unser Schicksal selbst in der Hand", erklärte Trainer Ricki Herbert.

Nach den beiden Unentschieden gegen Weltmeister Italien und die in der Weltrangliste immerhin um 44 Plätze besser platzierten Slowaken träumen die Neuseeländer von einem Erfolg über die mit vier Punkten gestarteten Südamerikaner. "Nach all dem, was wir bisher geschafft haben, ist alles möglich", vermutete der 49-Jährige.

Herbert kann sich über die von seinen Schützlingen gezeigten Leistungen nur noch wundern. "Ich habe selbst zehn Jahre für das Nationalteam gespielt und dann zehn Jahren in verschiedenen Positionen für das Nationalteam gearbeitet, aber so eine neuseeländische Mannschaft habe ich noch nie gesehen", sagte der Coach, der bei der WM 1982 als Spieler mit den "All Whites" drei Niederlagen kassiert hatte.

Die bisherigen Darbietungen seiner Truppe hinterließen auch bei Paraguay Eindruck. Verteidiger Paulo da Silva machte sich auf erbitterte Gegenwehr gefasst. "Wir müssen in dieses Spiel gehen wie in ein Finale."

Der Mannschaft um das Offensiv-Trio Lucas Barrios, Nelson Valdez und Roque Santa Cruz liegt viel daran, als Gruppensieger ins Achtelfinale einzuziehen. In diesem Fall könnte man voraussichtlich einem Duell mit den Niederländern aus dem Weg gehen. Santa Cruz denkt aber jetzt schon weiter. "Paraguay war in seiner ganzen Geschichte noch nie im WM-Viertelfinale. Das ist das Ziel, das wir uns gesetzt haben."

Sein Teamchef Gerardo Martino muss noch um den Einsatz von Antolin Alcaraz bangen. Der Abwehrspieler, der beim 1:1 gegen Titelverteidiger Italien für die zwischenzeitliche Führung sorgte, klagt über Knöchelprobleme. Bei den Neuseeländern kehrt Glen Moss trotz abgelaufener Sperre von vier Spielen nicht ins Tor zurück. Herbert schenkt erneut Mark Paston der Vertrauen.

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