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Für Dänemark steht das erste "Finale" am Programm © APA (epa)

Wer begleitet die Niederlande aus Gruppe E ins Achtelfinale? Diese Frage wird am Donnerstag im direkten Duell zwischen Dänemark

Wer begleitet die Niederlande aus Gruppe E ins Achtelfinale? Diese Frage wird am Donnerstag im direkten Duell zwischen Dänemark und Japan im Royal-Bafokeng-Stadion von Rustenburg beantwortet. Die punktegleichen Rivalen brauchen dabei gar nicht auf die Parallel-Partie zwischen den Oranjes und den bereits ausgeschiedenen Kamerunern nach Kapstadt zu schielen oder den Rechenschieber auszupacken.

Den Asiaten würde nach dem 1:0 gegen die Afrikaner und dem 0:1 gegen die "Elftal" aufgrund der Tordifferenz schon ein Remis genügen. Hingegen ist der Europameister von 1992 nach dem 0:2 gegen die Holländer und dem 2:1 gegen Kamerun zum Siegen verurteilt. "Das ist das erste Finale und wir hoffen natürlich, dass wir das nächste erreichen" sagte der dänische Teamchef Morten Olsen.

Der 60-Jährige, der bei der ersten WM-Teilnahme der Dänen 1986 als Kapitän dabei war und das typische "Dynamit" damals mitgeprägt hatte, erwartet sich von seiner Truppe eine ähnliche Leistungsexplosion. "Wir wissen, was zu tun ist. Wir müssen uns selbstbewusst und überzeugend präsentieren", forderte Olsen. Christian Poulsen erwartet einen heißen Tanz. "Die Kameruner waren nicht gut organisiert, die Japaner spielen disziplinierter. Es wird eine schwierige Partie, die mehr von Taktik geprägt sein wird", meinte der Juve-Kicker.

Der Teamchef muss seine Truppe gegenüber der Kamerun-Partie zumindest an einer Position ändern. Anstelle des gesperrten Simon Kjaer dürfte Per Kröldrup in der Innenverteidigung spielen. Eine zweite Umstellung könnte sich noch im Sturm ergeben. Nicklas Bendtner schlägt sich mit Leistenproblemen herum. "Er ist für das Japan-Spiel weiter fraglich. Und das wird auch so bleiben, egal, wie weit wir in diesem Turnier noch kommen", meinte Olsen über den Arsenal-Legionär.

Die Japaner, die ebenso wie die Dänen zum vierten Mal an einem WM-Turnier teilnehmen und bisher erst einmal das Achtelfinale (2002) erreichten, haben für das "Finale" bzw. das zweite Duell mit den Europäern nach dem 2:3 vom 28. Juli 1971 in Kopenhagen alle Mann an Bord. Trainer Takeshi Okada, der vor WM-Beginn die Runde der letzten vier als Ziel ausgegeben hat, bereitete seine Spieler auf "das Match ihres Lebens", wie er es formuliert, vor.

Der 53-Jährige zeigt vor allem vor Arsenal-Stürmer Bendtner, mit dessen Einsatz er rechnet, großen Respekt. "Von ihm droht die größte Gefahr. Wir müssen trachten, dass er keine Vorlagen erhält", glaubt Okada den Schlüssel zum Erfolg zu kennen. Sollte Bendtner spielen, dürfte er den defensiven Yoshito Okubo dem kreativen Shunsuke Nakamura vorziehen. Beim 0:1 gegen die Niederlande war Nakamura bis zur 64. Minute auf der Bank gesessen.

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