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Erlösendes Tor in der Nachspielzeit © APA (epa)

Die USA haben am Mittwoch in Pretoria mit einem 1:0-Sieg über Algerien das Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika erreicht.

Die USA haben am Mittwoch in Pretoria mit einem 1:0-Sieg über Algerien das Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika erreicht. Erst der Treffer von Landon Donovan in der 91. Minute erlöste die dominierenden Amerikaner und brachte den Sieg in der Gruppe C. Bei einem torlosen Remis wäre das Team von Bob Bradley nämlich out gewesen, da das Parallelspiel mit einem 1:0 von England über Slowenien endete.

Vor den Augen der 35.827 Zuschauer im Loftus-Versfeld-Stadion, darunter auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, entwickelte sich von Beginn weg eine tolle Partie. Beide Trainer hatten sehr offensiv aufgestellt, um auf Sieg zu spielen und so den Aufstieg noch zu schaffen. Aber im Abschluss haperte es auf beiden Seiten gewaltig, weshalb der entscheidende Treffer erst in der Nachspielzeit fiel.

Den Chancen-Reigen eröffnete Algeriens Mittelstürmer Rafik Djebbour mit einem Lattenschuss (6.), im Gegenzug scheiterte Herculez Gomez an Schlussmann Rais M'Bolhi (7.). In Minute 20 traf Clint Dempsey zur vermeintlichen Führung der Amerikaner, doch der Schiedsrichter-Assistent entschied auf Abseits. Allerdings hätte der Treffer zählen müssen, wie die Zeitlupe bewies, da sich Dempsey beim Schuss von Gomez auf gleicher Höhe mit dem letzten algerischen Verteidiger befunden hatte.

Bei den Nordafrikanern sorgte Karim Matmour mit Distanzschüssen wiederholt für Gefahr, doch US-Goalie Tim Howard ließ sich nicht überraschen (26., 38.). Zwischen diesen "Granaten" hätten die USA eigentlich in Führung gehen müssen, aber nach Vorarbeit von Donovan und Schuss von Dempsey, den M'Bolhi reflexartig parierte, traf Jozy Altidore aus fünf Metern nicht ins Tor (37./drüber).

In dieser Tonart ging es nach dem Wechsel weiter, da Dempsey auch die dritte Hundertprozentige für das Team von Bob Bradley ausließ: Zuerst traf der Fulham-Spieler nach einem schweren Abwehrschnitzer den Innenpfosten, sein Nachschuss verfehlte dann das leere Tor (57.). Und der in der Pause für Gomez eingewechselte Benny Feilhaber scheiterte aus kurzer Distanz gleich zweimal am an diesem Tag fehlerlosen M'Bolhi. Im Gegenzug verzog Ziani für die nun klar in die Defensive gedrängten Algerier (beide 68.).

Danach schwanden bei den Nordafrikanern langsam, aber sicher die Kräfte, doch die US-Amerikaner konnten diese Schwäche vorerst nicht nutzen. Im Gegenteil, bei einem Schuss von Joker Rafik Saifi bewahrte Schlussmann Howard seine Mannschaft vor dem 0:1. Es folgte ein blitzschneller Konter über Donovan und Altidore, bei dem Donovan im ersten Versuch an M'Bolhi scheiterte. Auch Dempsey verstolperte, doch im Nachsetzen jagte Donovan den Ball noch in die Maschen (alles 91.). Im Finish sah Algeriens Kapitän Anthar Yahia wegen Kritik noch Gelb-Rot (92.).

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