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Maradona fordert ein flüssiges Spiel © APA (epa)

Die argentinische Fußball-Nationalmannschaft hat am Sonntag (20.30 Uhr) bei der WM in Südafrika nach einer souveränen

Die argentinische Fußball-Nationalmannschaft hat am Sonntag (20.30 Uhr) bei der WM in Südafrika nach einer souveränen Gruppenphase den ersten echten Prüfstein vor sich. Die Truppe von Diego Maradona bekommt es in Johannesburg im Achtelfinale mit Mexiko zu tun. Die Mexikaner kämpfen gegen einen Achtelfinal-Fluch an, in den letzten vier Auflagen war jeweils in der Runde der letzten 16 Endstation.

Die Argentinier haben ihre Gruppenspiele gegen Nigeria (1:0), Südkorea (4:1) und Griechenland (2:0) allesamt gewonnen und auch erst einen Gegentreffer kassiert. Im letzten Gruppenspiel konnte sich Maradona auch den Luxus leisten einige Stammkräfte für das Aufeinandertreffen mit Mexiko zu schonen. "Wir sind auf einem guten Weg", war Abwehrspieler Jonas Gutierrez optimistisch.

Man wolle nicht mit "Schnick-Schnack" auffallen, sondern gut spielen, den Ball flüssig in den eigenen Reihen laufen lassen. "Das ist es, was Diego von uns fordert", betonte Gutierrez. Viel wird wohl wieder von Lionel Messi abhängen. Der FC-Barcelona-Stürmer könnte sich mit seinem ersten Turniertreffer nachträglich ein Geschenk zu seinem 23. Geburtstag (am Donnerstag) machen. Der Offensivstar hat zwar bisher mit 20 Schüssen am meisten von allen Spielern bei der WM aufs Tor geschossen, ist aber noch ohne Treffer geblieben. Gleich zweimal hatte das Aluminiumgehäuse einen Treffer verhindert.

Das direkte Duell ist eine Neuauflage des Achtelfinales von 2006, in dem sich die Argentinier erst nach Verlängerung in Deutschland mit 2:1 durchgesetzt hatten. Der zweifache WM-Viertelfinalist hofft deshalb diesmal gegen den zweifachen Champion das bessere Ende für sich zu haben. "Wir werden hart kämpfen, um ganz Mexiko eine Freude zu machen", sagte Defensivspieler Rafael Marquez.

Goalie Oscar Perez hoffte, dass seine Truppe optimistisch in die Partie gehen werde. "Wir dürfen nicht mehr länger pessimistisch sein, das ist nicht gesund", betonte der 37-jährige Schlussmann, der bisher nicht immer sicher gewirkt hatte.

Coach Javier Aguirre forderte jedenfalls eine Leistungssteigerung von seiner Mannschaft. "Wir haben uns in den bisherigen Spielen über 90 Minuten zu viele Schwächephasen geleistet. Wenn wir gegen Argentinien gewinnen wollen, müssen wir uns erheblich steigern", sagte der Mexiko-Teamchef. Beide Mannschaften können im Kampf um den Viertelfinaleinzug voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen.

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