vergrößernverkleinern
Uruguay spuckt nach Aufstieg große Töne © APA (Archiv/epa)

Die unerwarteten Erfolge Uruguays bei der Fußball-WM in Südafrika haben das Selbstvertrauen von Spielern, Medien und Fans der

Die unerwarteten Erfolge Uruguays bei der Fußball-WM in Südafrika haben das Selbstvertrauen von Spielern, Medien und Fans der kleinen Drei-Millionen-Einwohner-Nation enorm gestärkt. "Wir wollen Weltmeister werden!", tönte etwa Abwehr-Routinier Diego Lugano vor dem Achtelfinal-Duell mit Südkorea am Samstag (16.00 Uhr) in Pretoria.

Doch auch die Asiaten, die erstmals außerhalb der eigenen Grenzen unter den besten 16 einer WM stehen, haben vor dem Spiel, das keinen echten Favoriten kennt, Lust auf mehr bekommen. Südkoreas Spieler geben sich üblicherweise zurückhaltend, Trainer Huh Jung-moo aber unterstrich die großen Ambitionen seiner Truppe: "Ich weiß, dass sich meine Spieler mit dem Erreichen des Achtelfinales nicht zufriedengeben werden, und wir werden noch härter arbeiten, um das Halbfinale zu erreichen", sagte Huh, "wir haben nun höhere Ziele im Visier".

Die südkoreanischen Dauerläufer setzen gegen Uruguay auf Leidenschaft und ihre Freistöße: Schon dreimal trafen sie nach Standardsituationen. Zwar sehen sie die Südamerikaner als Favoriten an, doch der erfahrene deutsche Bundesligaprofi Cha Du-Ri versicherte: "In der K.o.-Runde ist alles möglich, mit etwas Glück können wir jeden Gegner schlagen. Das ist eine 50:50-Chance." Südkorea feiert das erfolgreichste WM-Abschneiden außerhalb des Landes und die heimischen Medien schüren die Erwartungen. Die auflagenstärkste Zeitung "Chosun Ilbo" schreibt von "relativ einfachen Gegnern" und schielt bereits auf die möglichen Viertelfinal-Gegner USA und Ghana.

Cha warnte aber nicht zuletzt vor Diego Forlan: "Das ist eine sehr starke Mannschaft mit einem Weltklassestürmer", sagte der Verteidiger über Uruguays Scharfschütze. Der Blondschopf hat sich zu einem der WM-Stars entwickelt und mischt die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander. Zudem steht hinten eine der besten Defensiven, die in drei Partien noch kein einziges Tor zugelassen hat - ganz im Gegensatz zu den Südkoreanern, die sechs Treffer kassierten.

Das ist auch Trainer Tabarez aufgefallen, der mit seinen Schützlingen mehrere Videos der Koreaner studiert hat. "Vor allem in der Offensive sind sie sehr stark. Hinten haben wir aber einige Schwächen gesehen", verriet Tabarez. Dennoch warnte er: "Das ist kein WM-Neuling mehr." Der Coach will im Prinzip der offensiv ausgerichteten Startelf der letzten beiden Begegnungen vertrauen - mit Edinson Cavani von US Palermo als dritten Stürmer. Der Coach bangt aber noch um den Einsatz des linken Außenverteidigers Alvaro Pereira vom FC Porto, der Schmerzen im rechten Oberschenkel hat. Bei den Südkoreanern sind alle fit, aber Cha Du-Ri wurde wegen eines Fehlers gegen Nigeria kritisiert. Möglicher Ersatz wäre Oh Beom Seok.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel