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Zwischen Brasilien und Portugal fielen keine Tore © APA (epa)

Brasilien und Portugal sind am Freitag wie erwartet ins Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika eingezogen. Den Brasilianern

Brasilien und Portugal sind am Freitag wie erwartet ins Achtelfinale der Fußball-WM in Südafrika eingezogen. Den Brasilianern reichte ein torloses Remis gegen die ehemalige Kolonialmacht in Durban zum Gruppensieg, den Portugiesen war damit ebenfalls gedient - sie sicherten sich den zweiten Aufstiegsplatz in Pool G. Gegner des Duos in der ersten K.o.-Runde sind die beiden Aufsteiger aus Gruppe H.

Hatten die Brasilianer auch ohne ihren gesperrten Spielmacher Kaka vor der Pause noch klar den Ton angegeben, boten beide Teams den 62.000 Zuschauern im Moses Mabhida Stadion nach Seitenwechsel nur noch sehr wenig. Dass sich die Brasilianer und ihr europäisches Pendant nicht wehgetan hatten, kann aber nicht behauptet werden. Gleich sieben Gelbe Karten musste Referee Benito Archundia verteilen - allesamt in den ersten 45 Minuten.

Brasiliens Teamchef Dunga hatte im Duell um den Gruppensieg überraschend auf Robinho verzichtet. Anstelle des Dribblers stürmte Villarreals Nilmar auf der linken Seite. Im Zentrum ersetzte der deutlich weniger filigrane Julio Baptista Regisseur Kaka, rechts half Außenverteidiger Dani Alves auf einer für ihn ungewohnt offensiven Position anstelle des angeschlagenen Elano aus. Die Portugiesen setzten auf Solospitze Cristiano Ronaldo, waren aber vor der Pause hauptsächlich in die Defensive gedrängt.

Dani Alves hatte einen ersten Warnschuss abgegeben (6.). Die größte Chance fand aber der quirlige Nilmar vor, dessen Schuss vom Fünfereck Portugal-Keeper Eduardo gerade noch an die Stange lenkte (30.). Ein Kopfball von Sturmtank Luis Fabiano, der gegen die Elfenbeinküste (3:1) zweimal getroffen hatte, ging knapp neben das Tor (39.). Die Portugiesen waren nur vereinzelt zu Kontern gekommen. Ein Volley von Tiago verfehlte nach einer der wenigen brauchbaren Kombinationen deutlich das Tor (18.).

Nach Seitenwechsel trauten sich die Portugiesen etwas mehr. Einen Konterversuch von Ronaldo vermochte Lucio gerade noch abzublocken (48.), wenig später servierte Brasiliens Abwehrchef den Portugiesen aber eine Großchance. Raul Meireles vergab nach einem missglückten Tackling von Lucio alleine vor Keeper Julio Cesar, weil er den rechten anstelle des linken Fußes verwendet hatte (60.).

Mit reduzierter Härte flachte die Partie nach der Pause auch spielerisch ab - vor allem von brasilianischer Seite. Lediglich ein abgefälschter Schuss des eingewechselten Ramires zwang Eduardo in der Nachspielzeit noch zu einer Glanzparade (91.).

Die Portugiesen blieben damit auch im zweiten WM-Duell mit ihrem "großen Bruder" ungeschlagen. 1966 in England hatte Portugal den Rekordweltmeister mit einem 3:1-Sieg aus dem Turnier befördert. In Südafrika bleiben beide Teams im Bewerb, ihren Achtelfinal-Gegner kannten sie aber erst am Freitagabend nach den abschließenden Partien in Gruppe H zwischen Chile und Spanien sowie der Schweiz und Honduras (Spielbeginn jeweils 20.30 Uhr).

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