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Yaya Toure mit dem 1:0 für die Ivorer © APA (epa)

Die Hoffnungen der Elfenbeinküste auf ein kleines Fußball-WM-Wunder haben sich am Freitag nicht erfüllt. Die Afrikaner

Die Hoffnungen der Elfenbeinküste auf ein kleines Fußball-WM-Wunder haben sich am Freitag nicht erfüllt. Die Afrikaner gewannen zwar zum Abschluss der Gruppe G in Nelspruit gegen Nordkorea 3:0 (2:0), aufgrund des 0:0 von Portugal gegen Brasilien hätte jedoch auch ein höherer Kantersieg nicht mehr zum Aufstieg ins Achtelfinale gereicht.

Die Treffer der Elfenbeinküste, die vor dem Turnier im erweiterten Kreis der Titelfavoriten gehandelt worden war, erzielten Yaya Toure (14.), Ndri Romaric (20.) und Salomon Kalou (82.). Nordkorea muss ohne Punkt und mit einem Torverhältnis von 1:12 die Reise in die hermetisch von der Außenwelt abgeriegelte Heimat antreten. Mit Ghana steht nur eine Mannschaft des Austragungs-Kontinents Afrika im Achtelfinale. Gastgeber Südafrika, Nigeria, Algerien, Kamerun und die Elfenbeinküste sind hingegen bereits in der Gruppenphase auf der Strecke geblieben.

Die Ausgangslage war klar: Für Nordkorea ging es nur noch um Wiedergutmachung fürs 0:7-Debakel gegen Portugal und einen ehrenhaften Abschied von der WM, die Elfenbeinküste war hingegen auf einen brasilianischen Erfolg und einen eigenen Kantersieg angewiesen. Dementsprechend zogen die Afrikaner vom ersten Moment an ein erdrückendes Powerplay auf. Nach der ersten Chance nach 52 Sekunden durch Abdelkader Keita und einem wegen Abseits nicht gegeben Tores von Didier Drogba (11.) stellte Yaya Toure mit einem präzisen Flachschuss ins rechte Eck auf 1:0 (14.).

Romaric traf die Stange (17.), Drogba die Latte, den Abpraller setzte Romaric per Kopf zum 2:0 ins Tor des in der Anfangsphase nicht zu beneidenden Goalies Ri Myong-guk (20.). An der Überlegenheit der Ivorer änderte sich nichts, ein weiteres Tor gelang jedoch bis zum Pausenpfiff nicht mehr, Gervinho sorgte mit einem Stangenschuss für den dritten Aluminiumtreffer (38.).

Trotz der Führung entschwand das angepeilte Aufstiegswunder der Elfenbeinküste in immer weitere Ferne. Denn einerseits hielt Portugal das 0:0 gegen Brasilien, und andererseits wurde eine Kantersieg in der bei einem Brasilien-Sieg notwendigen Höhe von 7:0 oder 8:0 von Minute zu Minute unwahrscheinlicher. Die stabiler werdenden Nordkoreaner kamen durch Jong Tae-se sogar zum ersten Schuss aufs Tor der "Elefanten" (53.), deren Chancen nach der Pause eher rar blieben. Im Finish stellte der eingewechselte Kalou den 3:0-Endstand her (82.), trotz des zu diesem Zeitpunkt quasi feststehenden Scheiterns feierten die Ivorer ihren Treffer mit einem letzten WM-Tänzchen.

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