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Selbst Deutsche Fans erkannten Lampards Tor an © APA (dpa)

Nicht einmal eine Stunde nach dem Abpfiff der WM-Achtelfinal-Partie zwischen Deutschland und England (4:1) hat der

Nicht einmal eine Stunde nach dem Abpfiff der WM-Achtelfinal-Partie zwischen Deutschland und England (4:1) hat der Fußball-Weltverband (FIFA) auf die schnell entbrannte Debatte über die Einführung des Video-Beweises reagiert. In einer Pressemitteilung lehnte die FIFA am Sonntagabend jeden detaillierten Kommentar ab.

"Bezüglich der Torlinien-Technologie stimmt die Haltung der FIFA mit der Entscheidung des IFAB vom März überein", teilte die FIFA mit und verwies auf den Beschluss des International Football Association Board (IFAB), das die Fußball-Regeln festlegt.

Das Gremium hatte bei seiner bisher letzten Sitzung entschieden, keine weiteren Versuche mit Video-Beweisen oder Chip-Bällen vorzunehmen. Stattdessen wurde beschlossen, die Testphase mit zwei zusätzlichen Schiedsrichtern-Assistenten auszuweiten. Diese sollen in der kommenden Saison auch in der europäischen Champions League und EM-Qualifikation zum Einsatz kommen. In der abgelaufenen Saison hatten sie ihre Premiere in der Europa League gefeiert. Zusätzliche Torrichter hatte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke für die WM 2014 in Brasilien in Erwägung gezogen.

Schiedsrichter Jorge Larrionda hatte im Achtelfinale in Bloemfontein einen Treffer von Englands Frank Lampard zum möglichen 2:2 nicht anerkannt. Der Ball war allerdings von der Latte deutlich hinter der deutschen Torlinie aufgesprungen.

Brasiliens Teamchef Carlos Dunga lehnt trotz der vielen Fehlentscheidungen der WM-Schiedsrichter den Chip im Ball ab. "Wenn wir Elektronik in den Fußball stecken, dann gibt es keine Debatten mehr und du hättest nichts zu schreiben", sagte er auf eine entsprechende Frage eines Journalisten am Sonntagabend in Johannesburg.

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