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Tevez feierte den Treffer zur 3:0-Vorentscheidung © APA (epa)

Argentinien im Freudentaumel und ein rabenschwarzer Tag für die Schiedsrichter bei der Fußball-WM in Südafrika: Das Team von

Argentinien im Freudentaumel und ein rabenschwarzer Tag für die Schiedsrichter bei der Fußball-WM in Südafrika: Das Team von Diego Maradona setzte sich am Sonntag im Achtelfinale gegen Mexiko klar mit 3:1 (2:0) durch und qualifizierte sich für das Viertelfinale gegen Deutschland am kommenden Samstag in Kapstadt. Carlos Tevez (25., 52.) und Gonzalo Higuain (33.) trafen für den zweifachen CHampion.

Doch zur Freude der Argentinier mischte sich der Ärger der Mexikaner. Denn so wie im Nachmittagsschlager Deutschland - England, als ein klares Tor der Engländer nicht gegeben worden war, sah auch diesmal ein Linienrichter Offensichtliches nicht: Beim Führungstreffer der Argentinier stand Tevez ganz klar im Abseits, was sowohl dem italienischen Schiedsrichter Roberto Rosetti als auch dessen Assistenten Stefano Ayroldi entging.

Der Treffer stellte den Spielverlauf bis dahin auf den Kopf und war der Anfang vom Ende der mexikanischen Hoffnungen, die nun schon zum fünften Mal in Folge nach dem Achtelfinale die Heimreise antreten mussten.

Maradona ließ gegen Mexiko wieder seine Einser-Garnitur ran, nachdem er gegen Griechenland die halbe Stammformation geschont hatte. Lediglich Abwehrchef Walter Samuel musste wegen einer Oberschenkelverletzung passen.

Doch nicht Messi, Tevez und Co. bestimmten in der Anfangsphase das flotte Geschehen, sondern "El Tri". Die Mexikaner verstanden es, die geballte Offensivkraft der Argentinier in den Griff zu bekommen. Mit einem überraschenden Gewaltschuss aus 38 Metern überraschte Salcido in der 8. Minute Argentiniens Torhüter Romero, doch er traf nur die Latte. Eine Minute später verzog Guardado nur knapp, auch Jungstar Javier Hernandez, der erstmals von Beginn an dabei war, vergab ebenfalls knapp (14.).

Mit der ersten wirklich gefährlichen Aktion gingen die Argentinier aber in Führung - unter wieder lag ein Linienrichter falsch: Messi auf Tevez, Torhüter Perez klärte direkt vor die Beine von Messi, dessen Heber genau auf dem Kopf von Tevez landete, der zum 1:0 einköpfelte (25.). Doch Tevez stand klar im Abseits, war sogar letzter Mann. Schiedsrichter Rosetti entschied auf Tor, hielt danach aber Rücksprache mit seinem Linienrichter Ayroldi, der offenbar kein Vergehen gesehen hatte. Also blieb es beim 1:0.

Acht Minuten später erhöhte Gonzalo Higuain auf 2:0 (33.). Nach einem katastrophalen Patzer von Ricardo Osorio, der Higuain den Ball am eigenen Sechzehner servierte, erzielte der Real-Madrid-Stürmer seinen vierten Turniertreffer und übernahm solo die Führung in der Torschützenliste. Die Maradona-Elf dominierte fortan, kleine Ruppigkeiten auf dem Feld wurden beim Abgang in die Halbzeitpause fortgesetzt, als es zu einem Gerangel hinter der argentinischen Bank kam.

Auf dem Rasen nahm Tevez kurz nach Wiederbeginn die Spannung endgültig aus der Partie. Der Stürmer von Manchester City traf aus rund 20 m genau ins Kreuzeck (52.). Mexiko gab allerdings nicht auf. Zunächst klärte Demichelis vor der Linie (70.), in der 71. Minute wurden die Bemühungen belohnt. Hernandez verkürzte mit einem Schuss ins kurze Kreuzeck auf 1:3. Mexiko drängte weiter, doch wirklich gefährdet war der argentinische Sieg nicht mehr.

Für Argentinien bringt Südafrika 2010 damit ein doppeltes Deja-vu: Auch vor vier Jahren hatten die Argentinier im Achtelfinale Mexiko eliminiert und es im Viertelfinale mit Deutschland zu tun bekommen. Die Deutschen sind auch diesmal der nächste Gegner, die "Albiceleste" hofft da auf Revanche für das Aus 2006 im Elfmeterschießen.

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