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Blatter entschuldigte sich bei England und Mexiko © APA (epa)

Nach mehreren krassen Schiedsrichter-Fehlentscheidungen während der 19. WM-Endrunde in Südafrika und der daraus weltweit

Nach mehreren krassen Schiedsrichter-Fehlentscheidungen während der 19. WM-Endrunde in Südafrika und der daraus weltweit einsetzenden berechtigten Kritik an der FIFA hat FIFA-Präsident Joseph S. Blatter mit Verspätung nun die Einführung von technischen Hilfsmitteln im Fußball nicht mehr ausgeschlossen.

"Es wäre unsinnig, sich darüber keine Gedanken zu machen. Wir müssen dieses Thema wieder diskutieren", sagte der Schweizer am Dienstag in Johannesburg. Ein erstes Gespräch mit den Mitgliedern des International Football Association Boards (IFAB), der etwaige Änderung für Regeländerung der FIFA-Obrigkeit vorschlägt, soll es bei einem Meeting Mitte Juli in Cardiff geben. Bisher hatte die FIFA die Einführung eines Chip-Balles oder Video-Beweises stets strikt abgelehnt. Für die WM schloss Blatter eine Regeländerung aus. "Wir können nicht für zehn Spiele etwas ändern", sagte der Schweizer.

Im Achtelfinale zwischen Deutschland und England (4:1) hatte Schiedsrichter Jorge Larrionda aus Uruguay ein klares Tor von Frank Lampard nicht gegeben, obwohl der Ball rund 40 Zentimeter hinter der Linie aufgesprungen war. In der Partie Argentinien gegen Mexiko (3:1) übersahen der italienische Schiedsrichter Roberto Rosetti und dessen Assistent an der Linie vor dem 1:0 der "Gauchos" eine klare Abseitsstellung des Torschützen Carlos Tevez.

Blatter erklärte, er habe sich bei den betroffenen Teams aus England und Mexiko für die schlechten Schiedsrichter-Leistungen entschuldigt. "Ich habe ihnen gesagt: Es tut mir leid, was geschehen ist", erklärte der FIFA-Boss.

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