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"Wir wollen unser Spiel machen" © APA (epa)

Mit Respekt, aber ohne Angst gehen die Niederlande in den Viertelfinal-Knüller gegen Brasilien. "Wir sind realistisch und

Mit Respekt, aber ohne Angst gehen die Niederlande in den Viertelfinal-Knüller gegen Brasilien. "Wir sind realistisch und wissen, dass Brasilien eine starke Mannschaft mit vielen Waffen hat. Aber wir haben keine Angst", sagte Bondscoach Bert van Marwijk am Donnerstagabend in Port Elizabeth.

"Brasilien ist Favorit Nummer eins und sie haben vielleicht die besten Spieler. Aber wir wollen zeigen, dass wir auch gegen sie mithalten können. Wir glauben an uns und wollen unser Spiel machen", sagte Van Marwijk.

Zur Aufstellung wollte der niederländische Trainer noch nichts sagen. Allerdings machte er deutlich, dass Arjen Robben wieder fit für 90 Minuten ist. "Er hat einmal 20 Minuten gespielt und dann 70 Minuten. Er ist wieder bereit für ein komplettes Spiel", sagte der Ex-Coach von Borussia Dortmund. Bei Rafael van der Vaart müsse man dagegen abwarten, schließlich habe der Mittelfeldspieler von Real Madrid drei Tage nicht trainiert.

Am Donnerstag kehrte Van der Vaart zwar ins abschließende Teamtraining zurück, dennoch ist davon auszugehen, dass Van Marwijk sein Team im Vergleich zum 2:1-Erfolg im Achtelfinale gegen die Slowakei nicht ändern wird. Eventuell könnte der offensivstarke Eljero Elia in die Mannschaft rücken, um den Brasilianer Maicon auf der rechten Abwehrseite des Rekordweltmeisters zu binden.

Insgesamt merke man, dass das Team heiß auf das Duell mit dem Rekordweltmeister sei. "Die Jungs sind hochmotiviert. Wir sind hier, um ein Ziel zu erreichen: Weltmeister werden", sagte der niederländische Coach, der eine interessante Partie erwartet. "Brasilien und Holland sind Teams, die sich nicht nach dem Gegner richten, sondern offensiv spielen. Von daher kann es wohl ein tolles Spiel werden", sagte der Bondscoach.

Sein brasilianischer Kollege Carlos Dunga wird aller Voraussicht nach auf Felipe Melo zurückgreifen können. Der an Knöchelproblemen laborierende Mittelfeldspieler konnte am Donnerstag mittrainieren. "Aber man wird erst am Freitag definitiv sehen, ob er spielen kann", erklärte Dunga.

Der Coach versuchte erst gar nicht, die Bedeutung der Partie herunterzuspielen. "Von nun an ist jedes Spiel ein WM-Endspiel", sagte der 46-Jährige. Trotz allem erwarte er eine abwechslungsreiche Begegnung. "Die Zuschauer können sich auf ein interessantes Spiel freuen. Es stehen ausschließlich Weltklassespieler auf dem Feld", sagte der Weltmeister von 1994.

"Beide Mannschaften wollen offensiv spielen, sind technisch stark und wollen Tore schießen und gewinnen. Wenn zwei solche Teams aufeinandertreffen, kann man immer ein tolles Spiel erwarten", sagte Dunga. Der starke Wind in Port Elizabeth könnte seiner Ansicht nach aber das Spiel beeinflussen. "Der Wind wird problematisch für beide Teams. Der Ball hat eine sehr komplizierte Flugbahn. Ich denke, durch den Wind wird diese noch verschlimmert. Aber die Qualität der Spieler ist groß genug, um trotzdem damit umzugehen", sagte der frühere Mittelfeldspieler.

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