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Minister Pravin Gordhan © APA (Archiv/epa)

Die Fußball-WM in Südafrika trägt nach Ansicht von Finanzminister Pravin Gordhan 38 Milliarden Rand (3,96 Mrd. Euro) zum

Die Fußball-WM in Südafrika trägt nach Ansicht von Finanzminister Pravin Gordhan 38 Milliarden Rand (3,96 Mrd. Euro) zum Brutto-Inlandsprodukt des Kap-Staates bei. "Das wären nach unseren aktuellen Schätzungen etwa 0,4 Prozent", erklärte der südafrikanische Minister am Freitag auf einer Pressekonferenz im Johannesburger Soccer City-Stadion.

Die staatlichen WM-Ausgaben gab er "nach derzeitigen Stand" mit 33,6 Milliarden Rand (3,51 Mrd. Euro) an. Er betonte jedoch, dass "sicherlich noch 3 bis 5 Milliarden" der WM-Städte und Provinzen dazu kommen würden. Durch die WM seien zudem 130.000 Stellen geschaffen worden.

Die Wirtschaft des Kap-Staates dürfte nach Ansicht des renommierten südafrikanischen Ökonomen Iraj Abedian durch die WM mittelfristig positive Impulse erhalten. "Wenn das Großereignis als Plattform richtig genutzt wird, könnte die Wirtschaft die kommenden 10 bis 20 Jahre noch davon profitieren", meinte er.

Außerdem habe sich die Wahrnehmung Afrikas in einer sich rapide ändernden Welt gewandelt: "Die Region Afrika ist heute einer der drei am schnellsten wachsenden Wirtschaftsmärkte." Der gesellschaftliche Stellenwert der WM sei ebenfalls hoch. Nach dem Turnier müsse aber die Entwicklung der Bau- und Infrastrukturprojekte weiter gehen.

Die FIFA hatte die WM im Vorfeld bereits als hochprofitabel bezeichnet und ihre Einkünfte auf 3,2 Mrd. Dollar geschätzt. Allerdings stünden dem Kosten von mehr als einer Milliarde Dollar gegenüber, betonte FIFA-Sprecher Nicolas Maingot auf derselben Veranstaltung. Die WM-Einkünfte würden für den Weltfußball-Verband 95 Prozent des Vier-Jahres-Budgets darstellen. 75 Prozent davon würden in Fußball-Programme fließen.

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