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Es hat sich ausgeschrien für Teamchef Dunga © APA (epa)

Mit dem Platzen des Traums vom sechsten WM-Titel Brasiliens ist auch die Ära von Teamchef Dunga zu Ende gegangen. "Ich fühle

Mit dem Platzen des Traums vom sechsten WM-Titel Brasiliens ist auch die Ära von Teamchef Dunga zu Ende gegangen. "Ich fühle mich sehr stolz, dass ich an der Spitze dieser Spieler und dieser würdevollen Mannschaft stehen durfte", meinte Dunga, der nach dem Viertelfinal-Aus gegen die Niederlande seinen Rücktritt erklärt hat. Brasilien hofft nun auf den Titelgewinn bei der WM 2014 im eigenen Land.

Mit großer Enttäuschung haben die Medien in Brasilien auf das Aus reagiert. "Es bleiben weitere vier Jahre der Hoffnung, um zu Hause eine neue Erlösung zu finden", hieß es in der Online-Ausgabe von "Folha de Sao Paulo". "Brasilien hat das Beste und das Schlechteste gezeigt - in nur einem Spiel", meinte "Estado de Sao Paulo" angesichts der lange Zeit starken Leistung, die durch die beiden Gegentreffer zunichtegemacht wurde.

"O Globo" verwies darauf, dass es auch mit der neuen Dunga-Philosophie nicht besser als 2006 lief: "Bei der ganzen Vorbereitung und auch während der WM in Südafrika war die brasilianische Selecao um eine andere Philosophie als 2006 bemüht. Ironischerweise war das Ergebnis dasselbe: Besiegt von einem europäischen Team und das Aus im Viertelfinale. Anstelle von Frankreich waren die Niederlande der Henker."

Dunga war nach der WM vor vier Jahren im Juli 2006 überraschend als Nachfolger von Carlos Alberto Parreira präsentiert worden. Überraschend deshalb, weil Dunga bis dahin keine größeren Erfahrungen als Trainer vorweisen konnte. Sein Engagement war jedoch ein Zeichen für mehr Disziplin und Kampfgeist in der Selecao.

Spieler wie Cafu, Ronaldo oder Roberto Carlos sortierte Dunga rasch aus, auch für Ballkünstler Ronaldinho hatte er nicht viel übrig. Ronaldinho schaffte es nicht in den Kader für die WM in Südafrika. Trotz der anhaltenden Kritik an der körperbetonten und auf Konter ausgerichteten Spielweise gaben die Resultate Dunga lange Zeit recht.

Unter Dunga gewann Brasilien 2007 die Copa America und 2009 den Confederations Cup. Auch in der Qualifikation zur WM 2010 belegten die Brasilianer Rang eins.

"Als ich begann, war klar, dass es für vier Jahre sein würde", erklärte Dunga nun deutlich, dass seine Arbeit zu Ende ist. Als Spieler war Dunga ein hart arbeitender Mittelfeldspieler, der seine Heimat 1994 als Kapitän zum WM-Titel führte. 1998 wurde Dunga mit Brasilien WM-Zweiter. (Schluss) hal/tb

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