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Moderne Fußballmächte vom alten Kontinent © APA (epa)

In der finalen Phase der WM in Südafrika scheint der internationale Fußball wieder zur alten Hierarchie zurückzukehren. Mit

In der finalen Phase der WM in Südafrika scheint der internationale Fußball wieder zur alten Hierarchie zurückzukehren. Mit Spanien, Deutschland und den Niederlanden kommen drei von vier Semifinal-Teilnehmern aus Europa, komplettiert wird die Vorschlussrunde vom südamerikanischen Team aus Uruguay. Afrika muss nach dem unglücklichen Aus von Ghana weiter auf seinen ersten WM-Semifinalisten warten.

Spaniens Teamchef Vicente del Bosque nahm die jüngste Entwicklung wohlwollend zu Kenntnis. "Wir haben jetzt drei europäische Mannschaften im Halbfinale, das ist ein gutes Resultat. Aber der Unterschied zwischen dem europäischen und dem südamerikanischen Fußball ist nicht so groß", betonte der Coach.

An den Resultaten gemessen steht der europäische Fußball allerdings noch immer unangefochten an der Spitze. Seit dem WM-Finale 2002 (Brasilien - Deutschland 2:0) haben Auswahlen aus Europa kein einziges K.o.-Spiel gegen Teams von anderen Kontinenten verloren. Von den sechs aus der Gruppenphase aufgestiegenen Mannschaften verabschiedeten sich drei (England, Portugal, Slowakei) in innereuropäischen Duellen.

Vor vier Jahren in Deutschland kamen alle vier Semifinalisten und zuvor sechs Viertelfinalisten aus Europa. Im Achtelfinale hatten sich Argentinien gegen Mexiko und Brasilien gegen Ghana durchgesetzt, ehe gegen Deutschland und Frankreich das Aus kam.

Das Abschneiden der Kontinental-Verbände bei einer WM hat massive Auswirkungen auf die Vergabe von Startplätzen bei der darauffolgenden Endrunde. In Südafrika war Europa mit 13 Teams vertreten, ob diese Zahl auch für Brasilien 2014 bestehenbleibt, ließ FIFA-Boss Sepp Blatter zuletzt offen. Der Chef des Weltverbandes hatte in den vergangenen Jahren stets versucht, das Europa-Kontingent weiter zurückzustutzen.

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