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Anelkas Teamkarriere scheint frühzeitig beendet © APA (epa)

Frankreichs Stürmerstar Nicolas Anelka soll nach seinen Trainerbeschimpfungen bei der WM nie wieder für das Nationalteam

Frankreichs Stürmerstar Nicolas Anelka soll nach seinen Trainerbeschimpfungen bei der WM nie wieder für das Nationalteam spielen dürfen. Dieser Meinung ist zumindest der scheidende Präsident des französischen Fußball-Verbandes FFF, Jean-Pierre Escalettes. Die französische Nationalversammlung gab am Wochenende in Paris den Inhalt einer Anhörung von Escalettes am vergangenen Mittwoch bekannt.

Demnach soll Escalettes erklärt haben: "Weder ich, noch mein Nachfolger, noch der künftige Nationaltrainer werden vergessen, was passiert ist, und alle werden dafür sorgen, dass er nie wieder spielen darf." Anelka hatte Teamchef Raymond Domenech in der Halbzeit des WM-Gruppenspiels gegen Mexiko (0:2) wüst beschimpft. Daraufhin war der 32-Jährige von Englands Meister Chelsea ausgewechselt, suspendiert und nach Hause geschickt worden. Neuer Teamchef ist der bisherige Bordeaux-Trainer Laurent Blanc.

Frankreich war als Gruppenletzter bereits in der ersten WM-Phase ausgeschieden. Doch vor allem die vielen Skandale der "Bleus" abseits des Platzes mit der Trainerbeschimpfung, Cliquenbildung und einem Trainingsstreik sorgten in Frankreich für Empörung. Verbandsboss Escalettes erklärte daraufhin vergangene Woche aufgrund der Vorfälle seinen Rücktritt. Anelkas in der "L'Equipe" publizierten Aussagen hatten die Affäre ins Rollen gebracht.

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