vergrößernverkleinern
Ära Dunga nach Viertelfinal-Aus vorbei © APA (epa)

Die Mission von Carlos Dunga gilt als beendet, Brasilien sucht einen neuen Fußball-Teamchef. Der hat die schwierigste Mission

Die Mission von Carlos Dunga gilt als beendet, Brasilien sucht einen neuen Fußball-Teamchef. Der hat die schwierigste Mission aller Zeiten vor sich - die "Selecao" 2014 im eigenen Land zum WM-Titel zu führen. Als Kandidaten gelten Ex-Milan-Coach Leonardo und Luiz Felipe Scolari, der Weltmeister-Trainer von 2002.

Der Neue soll bereits am 8. oder 10. August beim Testspiel in New Jersey gegen die USA auf der Bank sitzen. "Wir müssen jetzt anfangen zu arbeiten, weil wir nur Freundschaftsspiele in der WM-Vorbereitung haben", sagte Ricardo Texeira. Die Personalie Dunga kommentierte der Verbandschef nicht. Der 46-jährige Coach hatte nach dem 1:2 gegen die Niederlande im Viertelfinale vielsagend gemeint: "Ohne Zweifel bin ich der Trainer dieser Mannschaft und trage die größte Verantwortung. Jeder wusste von Anfang an, dass mein Vertrag für vier Jahre war."

In den Medien wird bereits mit Scolari als Nachfolger spekuliert, doch der 61-Jährige war schon vor vier Jahren gefragt worden und hatte abgesagt. Derzeit steht Scolari, der 2006 das portugiesische Nationalteam zum vierten Platz geführt hatte, bei Palmeiras unter Vertrag. "Es wäre wunderbar, meine Karriere als Trainer eines Nationalteams bei der WM in Brasilien zu beenden", sagte Scolari in "Radio Eldorado". "Aber ich kann vor 2012 keine Angebote annehmen. Mein Fokus liegt auf Palmeiras." Danach wolle er sehen, ob ihn ein Nationalteam für die WM-Qualifikation und das Endrunden-Turnier verpflichten wolle.

Die "Selecao" steht jedenfalls vor einem Umbruch. Die älteren Spieler wie Kapitän Lucio, Torwart Julio Cesar, Juan und Gilberto Silva werden in vier Jahren wohl nicht mehr dabei sein. Ex-Stürmerstar und -Weltmeister Ronaldo tröstete seine einstigen Kollegen via Twitter: "Meine Solidarität an meine Freunde. Schwieriger Moment. Ihr seid Krieger! 2014 ist schon bald! Brasilien ist mit Euch. Machen wir alle zusammen eine großartige WM hier."

Bei der Ankunft der Mannschaft in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 2.00 Uhr (Ortszeit) auf dem internationalen Flughafen von Rio de Janeiro warteten nur rund 100 Fans auf ihre geknickten Lieblinge. Unmutsbekundungen blieben weitgehend aus.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel