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Verein zu verkaufen: Marktwert 200 Millionen Euro © APA (epa)

Der italienische Fußball-Club AS Roma steht nun offiziell zum Verkauf. Nach 17 Jahren trennt sich die römische

Der italienische Fußball-Club AS Roma steht nun offiziell zum Verkauf. Nach 17 Jahren trennt sich die römische Unternehmerfamilie Sensi vom Traditionsverein, dessen Wert auf rund 200 Millionen Euro geschätzt wird. Wie die "Gazzetta dello Sport" berichtete, waren die Verträge zwischen dem Sensi-Unternehmen "Italpetroli" und der mit dem Verkauf beauftragten UniCredit am Donnerstag unterschriftsreif.

Die für (den heutigen) Donnerstagabend geplant gewesene Unterzeichnung der Verträge sei nur noch Formsache. Nach Medienangaben ist Italpetroli mit insgesamt 405 Millionen Euro verschuldet. 325 Millionen schulde der Sensi-Konzern "UniCredit". Obwohl der Börsenwert der AS Roma nur rund 129 Millionen beträgt, erhofft sich die Familie Sensi einen weitaus höheren Verkaufserlös.

Vor wenigen Jahren bezifferte sie den Wert des Clubs auf rund 300 Millionen Euro. Der Investor George Soros soll vor zwei Jahren 283 Millionen Euro geboten haben. Finanzexperten rechnen nun allerdings damit, dass ein Käufer bereits für rund 200 Euro den Zuschlag bekommen könnte.

In den vergangenen 17 Jahren wurde Roma einmal italienischer Meister, sechsmal Vize-Meister und fünfmal italienischer Cup-Sieger. Außerdem gewann der Verein den italienischen Supercup und schaffte es viermal bis ins Viertelfinale der Champions League. Die Erfolge sind umso höher einzuschätzen, weil der Ex-Club von Herbert Prohaska und Michael Konsel im Gegensatz zu den reichen Konkurrenten Juventus Turin sowie Inter und AC Milan nur über begrenzte Finanzmittel verfügte.

Club-Patron Franco Sensi glich Defizite immer wieder aus eigener Tasche aus. Als er vor zwei Jahren starb, übernahm seine Tochter Rosella die Führung des Vereins. Ihr gelang es, Roma trotz der drückenden Finanzprobleme zur Vize-Meisterschaft 2010 zu führen und jetzt die Zukunft des Clubs durch den Verkauf der AS-Roma-Anteile zu sichern.

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