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"Kleines" Trostpflaster für die DFB-Elf © APA (dpa)

Mit dem verpassten achten Aufstieg in ein WM-Endspiel haben Philipp Lahm und Co. in Südafrika auch den Prämien-Jackpot wieder

Mit dem verpassten achten Aufstieg in ein WM-Endspiel haben Philipp Lahm und Co. in Südafrika auch den Prämien-Jackpot wieder nicht geknackt. Nach dem Halbfinal-K.o. gegen Spanien müssen sich die 23 deutschen WM-Kaderspieler mit 100.000 Euro Urlaubsgeld pro Mann begnügen. 250.000 Euro hatte der DFB als Titelprämie ausgesetzt. 150.000 Euro hätte es bei einer Finalteilnahme gegeben.

Für den DFB war die 17. WM-Teilnahme hingegen wieder ein großes Geschäft. Die FIFA schüttet insgesamt 280 Mio. Euro an die 32 teilnehmenden Länder an Preisgeldern aus - das sind 61 Prozent mehr als vor vier Jahren in Deutschland. Fürs Erreichen des Halbfinals wird der DFB mit 15 Mio. Euro belohnt.

Davon kann DFB-Präsident Theo Zwanziger die rund drei Millionen Euro Prämien an Spieler und Trainer leicht bezahlen. Der Weltmeister-Debütant, entweder Europameister oder die Niederlande - kassiert in Südafrika die WM-Rekordsiegprämie von 20,5 Mio. Euro. Der Verlierer bekommt immerhin noch 16,5 Millionen.

Die 150.000 Euro pro Akteur nach dem zweiten EM-Platz war die höchste Prämie, die der DFB bisher an seine Spieler ausgeschüttet hat. Bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren in der Schweiz und Österreich kassierte der Verband mit 19 Mio. Euro auch so viel Geld wie nie zuvor bei einem Turnier.

   Von Prämien des WM-Jahrgangs 2010 konnten Fritz Walter und seine Kameraden nach dem "Wunder von Bern" 1954 nur träumen. Neben einem Schwarz-Weiß-Fernseher und einem Lederkoffer nahmen sie noch jeweils 2.500 Mark (1.280 Euro) und einen Motorroller mit nach Hause. 1974 kassierten die Spieler um Kapitän Franz Beckenbauer 70.000 D-Mark (35.900 Euro) und durften danach einen VW-Käfer ihr Eigen nennen. Die 22 Weltmeister von 1990 wurden mit jeweils 125.000 Mark (64.100 Euro) belohnt. (Schluss) wn

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