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Mögliches Wurfgeschoß und Aggressionspotential © APA (Archiv/dpa)

Fußball-Bundesliga-Vorstand Georg Pangl hat am Freitag anlässlich des bevorstehenden Saisonauftakts die Hoffnung geäußert,

Fußball-Bundesliga-Vorstand Georg Pangl hat am Freitag anlässlich des bevorstehenden Saisonauftakts die Hoffnung geäußert, die Euphorie von der laufenden WM in die heimischen Ligen mitnehmen zu können. Was in Südafrika zur Ausrüstung vieler Zuschauer zählte, wird in Österreich aber nicht erlaubt sein. Das Vuvuzela-Verbot bleibe aufrecht, so Pangl. Bewegung gibt es dagegen beim Pyrotechnik-Gesetz.

Pangl rief in Sachen Vuvuzelas einen entsprechenden Beschluss des BL-Senats 3 vom Sommer des Vorjahres in Erinnerung. Die weltbekannt gewordenen "Lärm-Instrumente" könnten als Wurfgeschoße verwendet werden und außerdem unter anderen Besuchern Aggressionen auslösen, lautete die Begründung des Verbots.

Eine andere, seit Jänner gültige Bestimmung, die das Pyrotechnik-Gesetz in den Liga-Arenen betrifft, könnte hingegen gelockert werden. Nach Gesprächen mit Anhängern von Sturm Graz und Rapid, die schon im April stattgefunden hatten, hat sich Pangl jetzt auch mit Vertretern der Initiative "Pyrotechnik ist kein Verbrechen", die 80 Prozent aller heimischen Fan-Gruppen vertritt, gute und positive Gespräche geführt. Dabei ging und geht es in Zukunft über mögliche Lösungsansätze "im Rahmen gesetzlicher Ausnahmegenehmigungen"

Für die Umsetzung ist eine enge Abstimmung mit dem Innenministerium und den Clubs erforderlich, die künftig durch die Liga erfolgen wird. "Ich habe großes Vertrauen zu der Plattform. Ein Brückenbau im Sinne des Fußball ist sehr wahrscheinlich", meinte der Vorstand drei Tage vor dem Saison-Ankick in der Ersten Liga und acht Tage vor dem Start in die Bundesliga. Künftig wird es regelmäßige Treffen zwischen Fans und Liga geben.

Fortgesetzt wird das für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelte Stadionradio "On Ear" auf eigenen Frequenzen bei Heimspielen von Salzburg, Austria Wien, Rapid und Sturm Graz. Die Live-Berichte sind ab nun auch über radio-taugliche Handys zu empfangen. Verhandlungen über die Ausweitung auf andere Stadien sind am Laufen.

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