vergrößernverkleinern
Anklageschrift in allen Punkten rechtskräftig © APA (Archiv/Gindl)

Die Rechtsanwälte von Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig haben innerhalb der Frist keinen Einspruch gegen die Anklageschrift

Die Rechtsanwälte von Ex-Sturm-Präsident Hannes Kartnig haben innerhalb der Frist keinen Einspruch gegen die Anklageschrift erhoben. Man verzichte auf das Beweisverfahren, das formelle Gesichtspunkte wie Zuständigkeit prüfe. Man habe sich dazu entschlossen, da ein Einspruch zu einer weiteren Verzögerung geführt hätte und das sei nicht im Interesse von Kartnig gewesen, so die Anwälte am Freitag.

Damit ist die Anklageschrift gegen Kartnig laut Staatsanwaltschaft Graz rechtskräftig. Kartnig ist wegen des Finanzvergehens der Abgabenhinterziehung sowie betrügerischer Krida, schweren Betrugs und grob fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen angeklagt.

Die Verteidiger wollen die inhaltlichen Einwendungen gegen die Anklage im Rahmen der in der Strafprozessordnung vorgesehenen Gegenäußerung zur Anklageschrift - verbunden mit den notwendigen Beweisanträgen - vorbringen. Ob weitere Angeklagte - darunter frühere Vorstände - ebenfalls Einspruch gegen die Anklageschrift innerhalb der Frist erhoben hatten, war am Freitagnachmittag bei Gericht nicht in Erfahrung zu bringen.

Wie die Staatsanwaltschaft Graz weiters auf Anfrage mitteilte, habe man eine negative Stellungnahme zu dem von Kartnigs Anwälten vorgebrachten Antrag der Verlegung des Prozesses an ein anderes Gericht abgegeben. "Für eine Verlegung besteht überhaupt kein Grund", so Manfred Kammerer, Sprecher der Staatsanwaltschaft, zur APA. Damit dürfte die Sache vom Tisch sein.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel